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Jungfer investiert in Erdgas-Turbinenkraftwerk plus Lösemittelrückgewinnung

13 Millionen Euro für mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung
Jungfer-Management

Guido Lang, Roger Mellinghausen und Andreas Wulf (v.l.), die Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, vor der Erdgas-Turbinenanlage Mercury 50.

Mit einem Festakt hat die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH (Herzberg/Harz) ein Erdgas-Turbinenkraftwerk mit kombinierter Lösemittelrückgewinnung eingeweiht. Jungfer, mit rund 300 Mitarbeitern und etwa 100 Mio. Euro Jahresumsatz eine der größten deutschen Rollenoffsetdruckereien, hat in dieses System rund 13 Millionen Euro investiert.

Der technologische Ansatz zur Energieerzeugung und -verwertung ist nach Aussage des Unternehmens so weltweit noch in keiner anderen Rollenoffsetdruckerei installiert. Mit der 60 Tonnen schweren Anlage deckt die Druckerei nicht nur den eigenen Energiebedarf komplett, es wird auch überschüssige Energie ins öffentliche Netz eingespeist.

Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird außerdem das Heißgas für die Trockner der Rollenoffsetanlagen erzeugt. Jungfer betreibt insgesamt sieben Rollenoffsetmaschinen, darunter drei High-Volume-Systeme für jeweils 80 Seiten in einem Druckdruckgang. Der dritte wichtige Aspekt des neuen Systems ist die Ressourcenrückgewinnung. Mineralöle, VOC und Wasser werden auskondensiert und die Lösemittel nahezu vollständig zurückgewonnen.

Ziel der Gesamtinvestition war vor allem die deutliche Steigerung der Effizienz im Energieeinsatz. Jungfer strebt einen Gesamtwirkungsgrad der Anlage von 80 bis 85 % an.

Bei der Veranstaltung wurde auch der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Schreiner offiziell verabschiedet. Der 62-jährige war 46 Jahre im Unternehmen, davon elf Jahre an der Firmenspitze. Er wird dem Unternehmen, das er über Jahrzehnte geprägt hat, noch bis Ende 2014 als Berater zur Seite stehen.

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