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Just Normlicht stellt multispektrale LED-Lichtquelle als Weltneuheit vor

Probleme der LEDs bei der Simulierung von Farbspektren durch aufwendiges Kalibrierungsverfahren überwunden
 

Just Normlicht stellt als Weltneuheit eine multispektrale LED-Lichtquelle zur Simulation beliebiger Lichtspektren vor.

Just Normlicht (Weilheim/Teck) hat eine multispektrale LED-Lichtquelle entwickelt und zum Patent angemeldet. Mit ihr soll jedes beliebige Lichtspektrum hochwertig simuliert werden können – nicht nur die Lichtarten D50 und D65 für die grafische Industrie, sondern auch andere Lichtarten wie A, C, D55, D75 oder auch Kunstlichtarten jeglicher Art. Zur Vermeidung von Metamerie durch optische Aufheller werden auch UV-Anteile berücksichtigt.

In der grafischen, fotografischen, textilen und automobilen Industrie ist eine farbgenaue Reproduktion auf der Basis eines Farbnormals oder einer Originalvorlage wesentliche Voraussetzung, um den steigenden Anforderungen an die Qualitätssicherung gerecht zu werden. Neben einer messtechnischen Qualitätskontrolle ist das visuelle Urteil über die erreichte farbliche Übereinstimmung die wichtigste Voraussetzung. Die Beleuchtung spielt bei der visuellen Abmusterung eine entscheidende Rolle, da eine falsche Beleuchtung zu Fehlurteilen und damit zwangsläufig zu Reklamationen und zu erhöhten Kosten im Produktionsprozess führen kann.

Bisher konnten LEDs zwar die problematischen Eigenschaften von Leuchtstoffröhren (zunehmende Alterung der Lichtfarbe; Spitzen in der spektralen Verteilung) lösen, für Anwendungen zur visuellen Farbbeurteilung waren sie jedoch aufgrund ihrer spektralen Eigenschaften nicht geeignet. Das Spektrum von weißen LEDs ist sehr lückenhaft, weshalb die Farbwiedergabeeigenschaften ungeeignet sind für Anwendungen in der visuellen Farbabmusterung (der Farbwiedergabeindex liegt deutlich unter dem geforderten Wert von 90). Eine Simulation von Tageslicht auf der Basis der RGB-Technologie (mit Kombination von roten, grünen und blauen LEDs) ist zwar möglich, jedoch können farbige Leuchtdioden kein Spektrum abdecken, sondern Licht nur in einer bestimmten Wellenlänge produzieren (Lichtfarben!). Deshalb ist eine Tageslichtsimulation mit farbigen LEDs nur sehr lückenhaft.

Mit LED Color Viewing Light ist es nun erstmals möglich, die Eigenschaften der LED-Technologie zu kontrollieren, indem in einem aufwendigen, mehrstufigen Kalibrierungsverfahren (ebenfalls zum Patent angemeldet) jede einzelne multispektrale LED-Lichtquelle kalibriert wird und die spektralen Eigenschaften in der Steuerung des LED-Geräts abgespeichert werden. Denn jede einzelne multispektrale Lichtquelle muss über Jahre hinaus die gleichen hochwertigen Spektraleigenschaften besitzen und diese dürfen auch im Falle eines Ersatzes einer einzelnen multispektralen LED-Lichtquelle in einem Gerät nicht verändert werden. LED Color Viewing Light kontrolliert die Betriebsbedingungen ununterbrochen und regelt das Lichtergebnis mit hoher Frequenz permanent nach. Dadurch wird laut Just nicht nur die konventionelle Normlicht-Technologie in der Lichtqualität übertroffen, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, einen riesigen Lichtfarbraum in höchster Güte zu simulieren und damit alle möglichen Anwendungen in einem Gerät zu realisieren. 

Die Lebensdauer von LED-Lichtquellen ist rund zehn Mal höher als bei der Leuchtstofflampentechnik. Dies sorge laut Just für eine Kostenersparnis, die die höheren Anschaffungskosten eines LED Color Viewing Light kompensiert und zusätzlich die Umwelt schont, da Leuchtstofflampen Schadstoffe wie Quecksilber und Phosphor enthalten. Ein zusätzlicher grüner Aspekt also.

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