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KBA: Doppelstapel-Auslage für Rapida 145

Die auf der Drupa 2016 präsentierte Sechsfarbenmaschine mit Lackturm und automatisierter Stapellogistik verfügt über verschiedene Neuheiten
 

Bei einem Verpackungsdrucker in Deutschland produzieren bereits zwei Rapida 145 mit Doppelstapel-Auslage und umfangreicher Bedruckstoff-Logistik nebeneinander.

Mit der weiterentwickelten Rapida 145 zeigt KBA-Sheetfed in Düsseldorf eine Hightech-Anlage im Großformat, wie der Hersteller meldet. Die auf der Messe im Druck präsentierte Sechsfarbenmaschine mit Lackturm und automatisierter Stapellogistik ist mit einer ganzen Reihe von Neuheiten, um die Druckproduktion weiter zu automatisieren und noch effizienter zu gestalten, ausgestattet. Neben der auf 18.000 Bogen/h (Rapida 164: 16.500 Bogen/h) erhöhten maximalen Druckleistung wird die neue Doppelstapel-Auslage von KBA Sheetfed als ein markantes Kennzeichen gewertet. Erste Großformatmaschinen mit doppelter Auslage sind bereits im Einsatz. Diese Option ist ab sofort auch im Mittelformat für die Rapida 106 verfügbar.

Laut KBA soll die neue Doppelstapel-Auslage dazu beitragen, die Fertigung in Verpackungsbetrieben mit einem hohen Durchsatz weiter zu verbessern. Neben dem Stapel mit Makulatur entsteht ein makulaturfreier Auslagestapel, der direkt in der Stanz- oder Kaschiermaschine weiterverarbeitet werden kann. Manuelles Aussortieren von Makulatur entfällt. Dies erhöht laut Hersteller die Produktivität.

Wie weiter berichtet wird, können beide Stapel in eine Bedruckstoff-Logistik integriert werden. Das Ausschleusen der Makulatur erfolgt bis zur Maximalleistung von 18.000 Bogen/h bei der Rapida 145 bzw. 20.000 Bogen/h bei der Rapida 106. Unter anderem lassen sich Einrichte- und Hochlaufmakulatur automatisch aussondern. Später sind weitere Anwendungen geplant. Daneben macht die Doppelstapel-Auslage den Nonstop-Stapelwechsel bei Maximalleistung sicherer, so KBA. Die Produktion mit zwei Stapeln sei sowohl im manuellen als auch im Automatikbetrieb möglich.

Papierdehnungsausgleich erfolgt automatisch

Die Anzahl der Druckfarben, die Farbbelegung und die Feuchtung beeinflussen den Bedruckstoff und können zu Differenzen in der Drucklänge führen. An den neuen Rapida-Jumbos erfolgt das zum Ausgleich der Papierdehnung mögliche Recken der Druckplatte in axialer und Umfangsrichtung (bis zu 0,2 mm) via Fernverstellung vom Leitstand (Ergotronic Platestretch). Ein manuelles Eingreifen sei nicht erforderlich. Im Resultat verbessert sich die Druckqualität bei weniger Makulatur, wie KBA weiter ausführt.

Auch die Inline-Farbregelung Qualitronic Colorcontrol wurde weiterentwickelt. Grüne und rote Lampen zeigen den Druckern am Monitor des Ergotronic-Leitstands an, ob die Farbdichten in den Toleranzen liegen. Bei Abweichungen fordert ein akustisches Signal die sofortige Korrektur. Um Makulatur zu vermeiden, lässt sich auch ein Anlegerstopp programmieren, wenn ein Fehler nicht schnell genug behoben wird.

Qualitronic PDF – vollautomatische Qualitätskontrolle im Fortdruck

Bei Qualitronic PDF handelt es sich um eine weitere Drupa-Neuheit im Großformat. Es dient zur vollautomatischen Qualitätskontrolle im Fortdruck. Das System referenziert einen frisch gedruckten Bogen mit dem PDF aus der Druckvorstufe. Nach Freigabe des Referenzbogens erfolgt die Fortdruckkontrolle zur virtuellen Referenz, sobald der Gutbogen-Zähler startet. Bei einer Kameraauflösung von etwa 300 dpi werden winzigste Fehler bis zu einer Größe von 90 µm erfasst, auch bei maximaler Druckleistung. Die Inspektions-Parameter sind während des Fortdruckes anpassbar. Am Wallscreen des Ergotronic-Leitstandes finden die Drucker detaillierte Informationen zu möglichen Fehlern im Druckbogen. Zertifikate und Protokolle informieren umfassend über die gedruckte Qualität.

Auch für die nachträgliche Fehleranalyse nach der Produktion oder im Reklamationsfall hat KBA ein zusätzliches Tool entwickelt: Qualitronic PDF Pile View. Die exakte Kontrolle der gesamten Auflage vermeidet Makulatur und schützt vor der Auslieferung fehlerbehafteter Bogen.

KBA-Sheetfed verfügt über langjährige Erfahrungen in der Bedruckstoff-Logistik. Zu den existierenden Logistik-Komponenten kommt im Rahmen des Piletronic-Konzepts eine weitere Variante mit Überflur-Montage und geringer Aufbauhöhe hinzu, die Eingriffe in den Hallenboden oder das Fundament überflüssig machen soll. Der Stapeltransport erfolgt mittels Lox-Bändern und Servomotoren ruckfrei und präzise zur Druckmaschine. Eine einfache und übersichtliche Bedienoberfläche vereinfacht die Steuerung. Hierbei kommen Plug & Play-Komponenten zum Einsatz.

Für den Stapelwender gibt es individuell steuerbare Programme zum Vorbereiten der Stapel. Vibrationsdauer, Luftzufuhr, Position des Stapels oder mechanische Beanspruchung des Bedruckstoffes können materialspezifisch eingestellt werden. Während der Stapelvorbereitung entnimmt das System die oberen drei bis fünf Makulaturbogen automatisch.

Am Leitstand lassen sich die genutzte Leistung und der daraus resultierende Energieverbrauch der Maschine und einzelner Komponenten wie zum Beispiel der Trockner unmittelbar verfolgen. KBA Logotronic Professional protokolliert und speichert den Energieverbrauch auftragsbezogen. Visu-Energy heißt die KBA-Lösung für die Analyse aller Energieverbräuche in einem Druckbetrieb. Diese können dann als Eingangsgrößen für ein Energiemanagementsystem im Unternehmen dienen.

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