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KBA: Druckerei Rindt in Fulda wächst mit dem Mittelformat

Fünfte Rapida-Bogenoffsetmaschine in nur zehn Jahren installiert
 

Die neueste Rapida 106 in der Druckerei Rindt – sie ging Ende 2014 in Betrieb. Vor der Maschine (v.l.) Betriebsleiter Sebastian Jerabeck; Holger Eitel, Vertriebsingenieur KBA-Deutschland; Michael Stürmer, Vertriebsleiter KBA-Deutschland; und Andreas Kaup, Maschinenführer Druckerei Rindt.

Die Jahreszahlen 2004, 2005, 2006, 2010 und 2014 stehen bei der mittelständischen Druckerei Rindt im hessischen Fulda für Investitionen in neue Drucktechnik. Genau in diesen Jahren installierte das Unternehmen jeweils eine neue Mittelformat-Rapida. Heute produzieren drei davon im Drucksaal von Rindt: zwei Fünf- und eine Vierfarbenmaschine mit Lackturm und Auslageverlängerung. Trotz des unterschiedlichen Alters haben sie eins gemeinsam – Plattenzylinder-Direktantrieb Drivetronic SPC. Die neueste ist eine Fünffarben-Rapida 106, die u. a. mit Inline-Farbdichtemessung Qualitronic Color-Control, Logotronic-Vernetzung und High-Speed-Paket für Druckleistungen bis zu 20.000 Bogen/h ausgestattet ist, wie KBA aktuell meldet.

Rindt ist Akzidenz-, Verpackungs- und „Nischendrucker“ zugleich. Jede Produktion ist individuell und erfordert speziell angepasste Abläufe. „Dabei gibt es kein ‚zu technisch anspruchsvoll‘ und selbst kürzeste Produktionszeiten werden realisiert“, erläutert Betriebsleiter Sebastian Jerabeck. Das können Verpackungen in kleinen Auflagen genauso sein, wie sehr aufwendige, weitgehend im Inline-Prozess hoch veredelte Druckprodukte: zum Beispiel Transparentpapier, über das Lackwerk mit Deckweiß bedruckt, anschließend darauf vier weitere Farben, registergestanzt und verarbeitet. Hinzu kommen ein- bis fünffarbig bedruckte und teilweise umfangreich veredelte Umschläge, beispielsweise für das Mutterhaus Parzeller und weitere konventionelle Produkte. Oder Jobs, die bei den Internetdruckern zum Beispiel aus Formatgründen nicht angeboten werden, weil sie den Vorteil der Produktion mit Sammelformen sprengen würden.

Eine wirtschaftliche Produktion wird bei Rindt groß geschrieben. Aktuell sind es kurze Rüstzeiten durch simultanen Plattenwechsel, die Inline-Messung und die auch Druckleistung von 20.000 Bogen/h, die diesem Anspruch entgegenkommen. So ist einerseits die Buchproduktion in Kleinauflagen möglich, die hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit den Vergleich mit dem Digitaldruck nicht scheuen muss, so Sebastian Jerabeck weiter, andererseits können bei Maximalleistung auflagenstarke Jobs schnell abgearbeitet werden.

70 Beschäftigte sind bei Rindt angestellt. Aus dem kleinen Druckbetrieb der 1930er-Jahre hat sich ein deutschlandweit agierender Anbieter von hochwertigen Drucksachen entwickelt. Beim Nachwuchs legt man viel Wert auf eine gute Ausbildung und übernimmt in der Regel auch alle Azubis, die im Unternehmen bleiben wollen. Denn nur mit solidem Fachwissen hat die Druckbranche und ganz speziell auch das Fuldaer Druckunternehmen eine Zukunft, weiß Sebastian Jerabeck. Dieses Fachwissen, verbunden mit einem modernen Qualitätsmanagement, ist eines der Dinge, die die Auftraggeber des Unternehmens sehr schätzen. Dazu soll die Inline-Farbregelung mit Qualitronic Color-Control an allen drei Rapidas einen wichtigen Beitrag leisten, wie es weiter heißt. Daneben ist jeder Auftrag über das Logotronic-Produktionsmanagementsystem abrufbar. Die Kunden können so die Produktionsdaten ihrer Aufträge einsehen und die qualitätsgerechte Ausführung überprüfen.

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