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KBA: Industrielle Druckproduktion mit Ergotronic Auto-Run

Vollautomatische Produktionskette durch autonomes Drucken – Dezentrale Prozessüberwachung über mobile Devices und Rapida Live-App
 

Mit Ergotronic Auto-Run können sich Rapida-Bogenoffsetmaschinen selbst konfigurieren, vollautomatisch die Jobs wechseln und diese ohne manuelle Eingriffe produzieren. Die Bediener sind beim Überwachen des Produktionsprozesses flexibel. Sie tragen ihren mobilen Leitstand quasi in der Hosentasche. Per Smartphone und Rapida Live-App sind sie immer mit ihrer Maschine verbunden.

Druckmaschinen-Hersteller nutzen immer mehr Automatisierungs-Bausteine, um den gesamten Produktionsprozess zu optimieren. So sind auch die Druckmaschinen aus der Rapida-Modellreihe von KBA-Sheetfed mit den verschiedensten Automatisierungseinrichtungen bestückt: für Produktionsleistungen von max. 20.000 Bogen/h (mit optionalem High-Speed-Paket), für sehr schnelle Auftragswechsel bis hin zum Flying Job-Change, für Inline-Qualitätsregelung und Wirtschaftlichkeit durch kurze Stillstandszeiten und stark reduzierte Makulatur etc. Mit Ergotronic Auto-Run präsentiert der Druckmaschinenhersteller jetzt die nächste Stufe der Prozessautomatisierung für die industrielle Druckproduktion.

„Autonomes Drucken“ ist inzwischen in aller Munde und ein nicht mehr wegzudenkender Fortschritt auf dem Weg zur vollautomatischen Printproduktion. Und dass „Autonomes Drucken“ in der Druckindustrie bereits praktiziert wird (wenn auch noch nicht flächendeckend), konnte bereits mehrfach unter Beweis gestellt werden. Damit ist die Druckindustrie der Automotive-Industrie (gemeint sind sämtliche selbstfahrenden Vehikel, nicht nur PKWs) einen Schritt voraus.

Die Frage ist: Warum wird heute so viel automatisiert? Prozessabläufe müssen heute in der Druckproduktion deswegen automatisiert werden, um die Leistungsfähigkeit der Technik voll auszuschöpfen. Nur so lassen sich Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in den Betrieben signifikant steigern. Vieles dazu ist bereits passiert – Jobwechselzeiten haben sich drastisch verkürzt, es gibt Closed-Loop-Prozesse für den Druckerei-Workflow, datenbasierte Services wie Performance Reports und Benchmarking werden von ersten Anwendern intensiv genutzt.

Intelligente Systeme sollen Bediener entlasten

Ergotronic Auto-Run startet den Auftragswechsel vollautomatisch, nachdem die Produktion des vorangegangenen Druckjobs abgeschlossen ist. Nach dem Auftragswechsel geht die Maschine automatisch wieder in Produktion. Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis ein Bediener die Produktionskette manuell stoppt bzw. die vorbereitete Jobliste abgearbeitet ist. Bei Signaturwechsel oder Web-to-Print-Aufträgen muss der Rüstprozess nicht konfiguriert werden. Der Start des Rüstens, der Auftragswechsel, der Start des Fortdrucks, die Farb- und Registerregelung – alles läuft ineinander verzahnt automatisch ab. Die Bediener überwachen den Prozessablauf und sind von weiteren Routinetätigkeiten befreit. Sie bestücken die Wechselschächte der Plattenwechsler mit neuen Druckplatten, stellen die benötigten Bedruckstoffe und Betriebsmittel bereit und wechseln – sofern nicht ebenso automatisiert – die Stapel.

Haupt-Einsatzgebiet für Ergotronic Auto-Run ist der autonome Druck im Akzidenzbereich – beispielsweise bei kleinauflagigen Produktionen oder mehreren Signaturen bei umfangreicheren Produkten. Sprachwechsel sind eine weitere Anwendung. Auch Online-Druckbetriebe mit ihren hoch standardisierten und automatisierten Abläufen können vom autonomen Drucken profitieren. In der Verpackung lässt sich der Rüstprozess nach dem Erreichen der Auflage vollautomatisch starten bzw. der Fortdruck läuft nach einem komplexen Auftragswechsel automatisch. Die Voraussetzungen für Ergotronic Auto-Run legte KBA-Sheetfed schon im Jahr 2013 mit der Touchtronic-Leitstandbedienung.

Ergotronic Auto-Run koordiniert die vorhandenen Automatisierungsmodule und automatisiert dadurch den gesamten Druckprozess. Nach Schichtende oder Abarbeitung der Jobliste wird die Maschine dann manuell gestoppt.

Rapida Live-App macht den Leitstand mobil

Auch beim Überwachen des Produktionsprozesses sind die Bediener flexibel. Sie tragen ihren mobilen Leitstand quasi in der Hosentasche. Per Smartphone und Rapida Live-App sind sie immer mit ihrer Maschine verbunden – auch beim Kaffeetrinken in der Kantine. Ein Blick auf das Display informiert darüber, welcher Auftrag gerade produziert wird und wie lange er noch läuft. So können Nutzer der App selbst abschätzen, wann sie wieder an der Maschine sein müssen um beispielsweise die Druckplatten für den Folgeauftrag zu laden.

Neben dem Maschinenzustand informiert die LiveApp über alle Fakten zum Auftrag bis hin zu Energieverbrauch und CO2 -Emission pro 1.000 Bogen. Mit der Chargenerfassung lassen sich Verbrauchsmittel wie Papier und Farbe über einen QR-Code bzw. manuell erfassen und den jeweiligen Druckjobs zuordnen. Der Verwendungsort – beispielsweise ein bestimmtes Farbwerk – wird automatisch erkannt und im Datensatz mit abgespeichert. Ob Druckfarbe, Bedruckstoff, Gummitücher oder Platten: alle Daten stehen für die Nachverfolgung bis zur Lagerverwaltung zur Verfügung. Die Daten werden vom mobilen Gerät an den Leitstand gesendet und automatisch über Logotronic Professional per JMF an die Branchensoftware übergeben.

Der integrierte Wartungsmanager weist auf die tagaktuellen sowie die in den nächsten Tagen folgenden Arbeiten zur Maschinenpflege hin. Durch die Angabe der zugehörigen Zeiten lassen sich die Wartungstätigkeiten so planen, dass sie die Produktion nicht stören. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erhalten die Bediener bebilderte Erläuterungen zu den auszuführenden Tätigkeiten. Der Wartungsprozess wird einfacher und übersichtlicher. Nach erfolgter Wartung können die Bediener diese quittieren und bei Bedarf mit eigenen Kommentaren versehen.

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Leserkommentare (1)

Manuel Kosok | Freitag, 23. Juni 2017 12:36:14

MobilPad

Einen mobilen Leitstand auf einem Tablet hat manroland web schon auf der drupa 2012 vorgestellt und dies auch bereits flächendeckend im Einsatz. http://www.druckspiegel.de/Home/News/4983

Und das nich nur für manroland Neumaschinen. In Mineapollis kann man eine 35 Jahre alten Goss-Maschine, welche manroland mit PECOM-X geupgradet hat mit einem komplett mit einem Tablet bedienen!

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