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KBA: Lange Wendemaschine mit Lack für L/M/B Louko in Nürnberg

Investition in KBA Rapida 106 mit neun Farbwerken, Lackturm und Bogenwendung
 

Das Management von L/M/B Druck und KBA-Deutschland vor einer ähnlich ausgestatteten langen Rapida 106 auf der Drupa 2016.

Die aus den Unternehmen Louko, Mandelkow und Bollmann formierte L/M/B Louko in Nürnberg will im Spätherbst eine lange Rapida 106 mit neun Farbwerken, Lackturm und Bogenwendung für die Vier-über-fünf-Produktion sowie Auslageverlängerung in Betrieb nehmen. Mit der bis zu 18.000 Bogen/h schnellen, langen Wendemaschine sollen überwiegend Magazinumschläge produziert werden.

Bei Louko hat der Druck auf Rapidas Tradition. Denn schon der Unternehmensgründer produzierte mit diesen damals noch im KBA-Stammwerk in Würzburg hergestellten Bogenmaschinen. Bis zu vier Rapidas im B2-Format waren parallel im Einsatz. 2011 erfolgte der Umstieg ins 3b-Format. Die neue Rapida wird 18.000 Bogen/h laufen können. Die für Sprachwechsel in der Umschlagproduktion und unterschiedliche Regionalausgaben unabdingbaren schnellen Jobwechsel werden durch parallele Rüstprozesse erleichtert. Die derzeit eingesetzten Maschinen laufen bereits am Limit. Von der Rapida 106 erwartet die Geschäftsleitung ein deutliches Leistungsplus und eine Kapazitätserweiterung von rund 40 auf 60 bis 65 Mio. Bogen im Jahr.

Der Markt bietet wieder ausreichend Druckaufträge, obwohl es in Nürnberg vor einigen Jahren nicht so rosig aussah. Die Geschäftsführer Dennis Haan und Oliver Stapfer spüren einen Wandel. Mit den immer noch großen Tiefdruck-Kapazitäten und der Nähe zu den tschechischen Finishing-Standorten hat sich Nürnberg aus ihrer Sicht zu einem interessanten Druckstandort entwickelt. Weiterverarbeitung und Versand erfolgen oft im Nachbarland, um Kosten zu sparen.

L/M/B Louko produziert zu einem hohen Prozentsatz Umschläge für Zeitschriften und Magazine wie den Kicker oder die Wirtschaftswoche. In diesem Geschäft spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Um 16 Uhr treffen die Daten ein und um 3.00 Uhr nachts gehen die ersten Umschläge zum Weiterverarbeiter.

Louko ist heute der Mutterbetrieb von L/M/B Druck, einem Zusammenschluss mit den Druckereien Mandelkow in Herzogenaurach und Bollmann in Zirndorf. Jeder der drei Betriebe hat seine eigenen Stärken. Louko steht für größere Auflagen im Offsetdruck und die Umschlagproduktion. Bei Mandelkow entstehen klassische Werbedrucksachen in kleinen und mittleren Auflagen. Der Fokus bei Bollmann liegt auf hochwertigen Veredelungen und ausgefallenem Service.

Unter der Dachmarke L/M/B Druck erwirtschaften 95 Mitarbeiter einen Umsatz von 12 Mio. Euro. 45 Mitarbeiter davon sind bei Louko im Dreischichtbetrieb tätig. Für Produktion und Lager stehen in Nürnberg 5.000 qm zur Verfügung.

Großen Wert legen die Fachleute von L/M/B Druck auf ökologische Druckprozesse. Zu ihren Kunden gehört auch die Umweltbank in Nürnberg. Gefahrstoffe sind aus dem Druckprozess verbannt, auch der Alkohol. Auf eine Klimatisierung und Luftbefeuchtung der Produktion wird bewusst verzichtet, um Energie und das knappe Gut Wasser zu sparen. Zertifizierungen nach EMAS und FSC liegen vor. Oliver Stapfer kümmert sich zusammen mit einem Umweltbeauftragten um die ökologische Optimierung aller Prozesse und achtet darauf, dass freiwillig mehr getan wird, als der Gesetzgeber vorschreibt. Das Unternehmen ist übrigens zum „Top-Innovator des Jahres 2016“ gekürt worden.

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