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KBA: Rapida 105 für Post- und Glückwunschkartenspezialist

Bayreuther Druckerei Münch produziert mit neuer Fünffarben-Druckmaschine samt Lackturm und Auslageverlängerung
 

Werner Dengel, Gebietsverkaufsleiter von KBA-Deutschland, Drucker Eduard Amschler, Betriebsleiter Uwe Böhner und Azubi Tim Brendel von der Druckerei Münch an der neu installierten KBA-Maschine (v.l.n.r.).

„Hidden Champions“ gibt es nach wie vor und in allen Branchen, auch im Druck. Die heimlichen Meister ihres Faches unter den Druckbetrieben arbeiten meist hoch spezialisiert im Hintergrund. Ihre Namen sind selbst in der Branche kaum bekannt. Und trotzdem entstehen bei ihnen Produkte, mit denen jeder von uns immer wieder in Berührung kommt. Die Druckerei Münch in Bayreuth gehört zu diesen Betrieben. Seit mehr als 60 Jahren produziert der Familienbetrieb mit seinen 42 Mitarbeitern Post- und Glückwunschkarten. Viele der führenden deutschen Verlage lassen hier produzieren. Eine Vorgängermaschine aus dem Jahr 2005 entsprach nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Daher wurde in eine neue Fünffarben-Rapida 105 mit Lackturm und Auslageverlängerung investiert. Die neue Maschine habe für eine Halbierung der Rüstzeiten im Vergleich zur Vorgängermaschine gesorgt, heißt es aus der Chefetage.

Die Druckerei Münch arbeitet nach dem Sammelbogen-Prinzip. Das macht die Fertigung besonders preisgünstig. Das Produktionsspektrum hat sich dennoch in den vergangenen Jahren verändert. Aufgrund des Booms sozialer Medien ist der Anteil an Postkarten zurückgegangen. Der Markt für Glückwunsch- und Grußkarten entwickelt sich dagegen positiv. Ihre Gestaltung kann nicht aufwendig genug sein. Wertvolle Bedruckstoffe, hochwertige Lackierungen, haptische Effekte und handkonfektionierte Details machen sie häufig zu eigenständigen Geschenken.

Diese Veränderungen am Markt haben auch Konsequenzen im Drucksaal. Eine spezielle 3b-Bogenoffsetmaschine mit Wendung nach dem ersten Werk für die Postkartenproduktion ist nicht mehr erforderlich. Dafür bietet der halbformatige Druck genügend Kapazität. Stattdessen beschaffte Betriebsleiter Uwe Böhner Anfang des Jahres eine Fünffarben-Rapida 105 mit Lackturm und Auslageverlängerung. Sie ist für die Produktion von Greeting Cards in Auflagen zwischen 1.000 und 5.000 Exemplaren passend ausgestattet: mit FAPC-Plattenwechselautomaten, Cleantronic-Wascheinrichtungen, einem Lackwerk für Dispersionslackierungen etc. Ein Nonstop-Rollo soll dafür sorgen, dass die notwendige Arbeitssicherheit für das Waschen parallel zum Stapelwechsel geschaffen ist.

„Mit der Neuen haben sich die Rüstzeiten im Vergleich zur Vorgängermaschine aus dem Jahr 2005 halbiert“, weiß Böhner weiter zu berichten. Es falle deutlich weniger Makulatur an. Da oft höherwertige Bedruckstoffe verarbeitet werden, führe die Makulatureinsparung zu einer spürbaren Kostensenkung. Und der höhere Ausstoß der Maschine bringe eine Kapazitätserweiterung mit sich, so Böhner. Im energieintensiven Trocknungsprozess sorgt die Varidry-Blue-Trocknung für weitere Einsparungen.

Aufwendige Weiterverarbeitung

Mit einer Tagesproduktion der Rapida 105 ist die Druckweiterverarbeitung im Schnitt drei Tage ausgelastet. Hier produziert eine Offline-Lackiermaschine feine UV-Lackierungen mit hohen Schichtdicken, haptische und weitere Effekte. Auf sechs Tiegeln kann parallel gestanzt, genutet und geprägt werden. Bei rund 50 Prozent der Produkte erfolgen einzelne Konfektionierungsschritte per Hand. Für die Verpackung der Karten in Folie – offen bzw. geschlossen, je nach Wunsch des Auftraggebers – hat sich der Druckbetrieb Spezialmaschinen anfertigen lassen. Für Klein- und Kleinstauflagen sowie zur Produktion von Mustern verfügt die Druckerei Münch über moderne Digitaldruckanlagen. 200.000 bis 250.000 Karten gehen täglich in den Versand.

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