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Komori: Touch-Panels aus der Druckmaschine

Japanischer Druckmaschinen-Hersteller präsentiert auf Fachmesse in Taiwan printelektronische Muster
 

Unser Bild zeigt das Rolle-zu-Rolle-System Pepio R20 von Komori.

Komoris Einstieg in den Markt für gedruckte Elektronik hat inzwischen zur Fertigung von zwei Drucksystemen geführt, die als „Pepio F20“ und „Pepio R20“ für diesen Zukunftsmarkt erhältlich sind. Sie sollen zur Druckproduktion von Teilen für kapazitive Touch-Panels und weitere printelektronische Massenprodukte eingesetzt werden können.

Auf der Touch Taiwan 2014 (the International Touch Panel and Optical Film Exhibition 2014), die Ende August im Taipei World Trade Centre Nangang Exhibition Hall in Taipei (Taiwan) stattfand, waren die ersten auf den Pepio-Systemen gedruckten funktionsfähigen Muster (kapazitive Touch-Panels) zu sehen, die in Zusammenarbeit mit dem Industrial Technology Research Institute (ITRI) of Taiwan entstanden sein sollen, wie Komori meldet. Touch-Panels sind berührungssensitiv und kommen im Consumerbereich zum Beispiel bei Smartphones und Tablet-Computern zum Einsatz.

Nicht nur Komori sieht angesichts der weltweiten Situation im klassischen Druckmaschinen-Segment in der gedruckten Elektronik offensichtlich einen Zukunftsmarkt. Doch ist es für Hersteller konventioneller Druckmaschinen nicht einfach, den für viele elektronische Anwendungen geforderten Genauigkeiten und Feinheiten zu entsprechen. 

Mit den beiden Baureihen Pepio F20 und Pepio R20 sollen nun Linien-Feinheiten von < 20 bis 50 µm möglich sein. Bislang werden feine Drahtgewebe (Maschen) für kapazitive Touch-Panels im klassischen Siebdruck mit Linienbreiten von 70 bis 100 µm gedruckt. 

Die Pepio F20 ist ein Flachbett-System, das genau wie das Rolle-zu-Rolle-Drucksystem Pepio R20 auf neuester von Komori entwickelter „Gravure Offset“-Technologie beruhen soll (zum Einsatz kommen Elemente aus dem Offsetdruck sowie dem Intaglio-Tiefdruck – der zum Beispiel für die Banknoten-Produktion genutzt wird. Komori setzt u.a. Silikon-Drucktücher, IR-Strahlung, Sleeve-System für den Druckplattenzylinder-Wechsel etc. ein). 

In der Pepio F20 ist zum Beispiel eine präzise Bewegungssteuerung integriert, stabile Rahmen und Grundkonstruktion, eine Hochpräzisions-Kamera etc. Durch das „Komori Smart Alignment System“ (Feinanordnungs-System) soll ein sehr präzises Positionieren von ITO (Indium-Zinn-Oxyd) zur Generierung gedruckter Metalllinien möglich sein. Der Plattenzylinderwechsel lasse sich in weniger als drei Minuten durchführen, so Komori.

Die Pepio R20 soll feine Linien mit einer Stärke von 50 μm oder weniger mit hoher Produktivität im Rollendruck schaffen, ebenfalls unter Einbindung des „Komori Smart Alignment Systems“ und einer Positioniersteuerung, um eine sehr feine Linienanordnung zu erreichen.

Beide Systeme sind für den Druck auf Folien und Glasflächen bis zu 3 mm Stärke konzipiert.

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