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Kühnast Strahlungstechnik: LED-UV-Ersatzsystem "Oeko-UV" vorgestellt

Auf der Drupa 2012 präsentierte der von der "Quickstart"-UV-Technologie her bekannte Strahlungsspezialist ein Leuchtstoffröhren-UV-Härtungssystem
 

Wolfgang Engel (Engel-UV-Technologie) und Achim Grillwitzer (Geschäftsführer Kühnast Strahlungstechnik GmbH, r.) präsentieren das neue UV-Härtungssystem auf Leuchtstoffröhren-Basis. Kühnast sucht nun passende Firmen, die sich an der Weiterentwicklung des Projektes beteiligen wollen. 

Immer neue LED-Härtungssysteme für den Druck mit UV-Farben, ob für den Offsetdruck, den Flexodruck, den Siebdruck und nicht zu vergessen den Inkjetdruck tauchen auf dem Markt auf, wie die Drupa 2012 zeigte. Da aber jedes technische System, wie LED-UV auch, in der Regel Vor- wie Nachteile besitzt, hat sich die Firma Kühnast Strahlungstechnik GmbH (Wächtersbach) Gedanken über ein LED-UV-Ersatzsystem gemacht, das auf der Drupa im Prototyp-Status präsentiert wurde.

Der Prototyp – das System wurde "Oeko-UV" (O = ohne LED, e = energieeffizient, k = kalt, o = ozonfrei) getauft (im englischsprachigen Raum soll das System "Ice UV" heißen) – wurde mit einer LED-Farbe aus italienischer Produktion bestückt und ist eigentlich für den UV-Lackbereich gedacht, kann aber auch für UV-Farben eingesetzt werden. Diese Farbe reagiert auf einen ganz bestimmten Wellenlängenbereich (320 bis 400 nm), "wobei der Hauptpeak bei etwa 365 nm liegt", berichtet uns Achim Grillwitzer, Kühnast-Geschäftsführer, auf der Drupa. 

Beim dem Härtungssystem handelt sich um ein Kaltlichtprinzip, erzeugt von Hochleistungs-Leuchtstoffröhren, wobei der Bedruckstoff um max. 12° C erwärmt wird. Kaltlicht hat den Vorteil, dass kein hoher Energiebedarf vonnöten ist, und eine Wasserkühlung, wie sie LED-Systeme benötigen, wegfällt. Außerdem verfügt das Kühnast-System über ein normales 230-V-Anschlusskabel. Jede Leuchtstoffröhre, Tests mit TL-10-Systemen waren erfolgreich, wurde auf 250 W Leistung erweitert. Im Moment liegt die Einsatzbreite aufgrund der max. Standardmaße der Leuchtmittel noch bei 60 cm bis 2 m. Sonderlängen für größere Breiten sind vorgesehen. Da jede Leuchtstoffröhre 250 W Leistung aufbringt und im Grunde drei Röhren pro Härtungseinheit ausreichen, kann von 750 W bis etwa 1 KW als Leistungsaufnahme ausgegangen werden, wenn eine Trocknereinheit ausreicht.

"Die Farbe reagiert quasi wie LED, härtet wie LED, aber kalt und hat einen ähnlichen Wirkungsgrad. Nur dass wir bei einer 1 m langen LED-Leiste von einem Investitionsvolumen von beispielsweise 100.000 Euro sprechen und eine Ersatzleiste nach Austausch immer noch ca. 60.000 Euro kostet. Bei dem Kühnast-Oeko-UV-System ist der Anwender mit 20% vom LED-UV-Anschaffungspreis dabei", so Wolfgang Engel von Engel-UV-Technologie, einem Kooperationspartner der Kühnast Strahlungstechnik GmbH. Im Hinblick auf die Ersatzteilbeschaffung sei sogar nur von 1/40stel der LED-Kosten auszugehen, wie Engel weiter ausführt.

Bei den genannten Vorteilen muss ehrlicherweise auch ein Nachteil konzidiert werden: So kann man über die Breite nicht ungenutzte Lampenbereiche (bei kleineren zu härtenden Formaten zum Beispiel) abschalten, wie dies bei der LED-Leiste der Fall ist. Tut man dies allerdings beim LED-System, altern die einzelnen LED-Bereiche unterschiedlich schnell, was auch nicht von Vorteil ist.

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