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Landa Corp.: Die nächste Generation des Digitaldrucks?

"Nanografischer Digitaldruck" heißt die neueste Entwicklung von Benny Landa

Benny Landa (Bild: Drupa 2012/Messe Düsseldorf).

Vor zehn Jahren übernahm Hewlett Packard das israelische Unternehmen Indigo. Darauf formierte Indigo-Gründer Benny Landa die Landa Corp. (Landa Labs, Landa Ventures Ltd., Landa Fund) und entwickelt Digitaldruckmaschinen der nächsten Generation, so der hehre Anspruch des Unternehmens.

Benny Landa, der schon zu Lebzeiten zur Legende gewordene Gründer der israelischen Firma Indigo – heute HP Indigo, kommt wieder oder will sagen, war eigentlich noch nie richtig weg. Einer von Landas Think Tanks, "Landa Digital Printing", soll, wie jetzt bekannt wurde, auf der Drupa für Aufsehen sorgen. Denn Benny Landa will auf einem 1400 qm großen Stand in Halle 9 (A73-1, A73-5) dem weltweiten Fachpublikum seine jüngsten Entwicklungen präsentieren: Er nennt die Technologie "Nächste Generation der Digitaldruck-Technologie" und will seine neueste Produktlinie an "digitalen nanografischen Druckmaschinen" enthüllen. Diese auf Nanotechnologie beruhenden Digitaldruckmaschinen seien für den Commercial-, den Verpackungs- und den Verlagsdruck-Markt bestimmt. 

Ein Nanometer (nm) ist der milliardste Teil eines Meters, ein µm (Mikron) der millionste. Zum Vergleich: Das normale menschliche Haar ist 24 µm dick. Toner-Partikel in vielen Trockentoner-Digitaldruckmaschinen sind zwischen 3 und 12 µm groß, abhängig davon, ob sie mechanisch zerkleinert (gemahlen) oder chemisch erzeugt werden, wie zum Beispiel der EA-Toner von Xerox. Landa-Nano-Inks sind ein Produkt von Landa Labs. Nach Informationen von Landa-Wissenschaftlern soll es den Forschern gelungen sein, Partikel mit einer Größe von 1 bis 40 nm zu entwickeln. Dazu seien die Patentanträge bei der Patentanwaltskanzlei IP Harrison in London (UK) eingereicht worden. Dies berichtet Print21online.com auf seiner Website.

Nanotechnologie heißt aber nicht nur, winzig kleine Partikel erzeugen zu können, sondern vor allem ihre Anordnung und ihre Eigenschaften wie Gleichmäßigkeit, Rundheit etc. zu steuern. So sollen Nano-Inks geeignet sein, "außergewöhnliche Eigenschaften" zu erzeugen, so zum Beispiel den Farbraum zu erweitern; die Möglichkeit der Leitfähigkeit in das bedruckte Papier ("conductive paper") einzubringen; für die gleichen visuellen Effekte weniger Farbe (Toner) zu verbrauchen als bislang; ein hohes Maß an Marken- und Produktsicherheit zu schaffen, da der Flüssigtoner quasi "personalisiert" werden kann; spezielle Effekte wie Fluoreszenz, Metallisierung, MICR (Magnetic Ink Character Recognition) zu generieren. Außerdem kann so ziemlich jedes Substrat bedruckt werden. Wie die Nano-Inks appliziert werden, ist noch nicht bekannt, möglicherweise mit Inkjet-Druckköpfen.

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