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Landa kooperiert auch mit Heidelberg

Druckmaschinenhersteller spricht von "Digitaloffset", mit dem das Portfolio komplettiert werden soll
Bernhard Schreier

Heidelberg-Vorstandschef Bernhard Schreier erläutert vor der Wirtschaftspresse die Pläne des Druckmaschinenherstellers zur Drupa und darüber hinaus.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG und die Landa Corporation (Rehovot, Israel) haben einen Tag vor dem Start der Drupa eine "globale strategische Partnerschaft" bekannt gegeben. Beide Unternehmen wollen "an der Entwicklung von Druckmaschinen auf Basis der Nanografie zusammenarbeiten, um das Digitalangebot für den Kleinauflagen- und variablen Datendruck zu erweitern".

Heidelberg beabsichtigt nach eigener Aussage, Digitaldruckmaschinen, die auf der Nanographic-Printing-Technologie von Landa basiert, zu entwickeln, zu produzieren, zu vertreiben und künftig den Service dafür anzubieten. Vor dem Heidelberger Druckmaschinenproduzenten hatten auch schon die Wettbewerber Komori und Manroland derartige Kooperationen mit Landa angekündigt. 

Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, sagte, man wolle dem Markt zu signalisieren, dass Heidelberg den langfristigen Erfolg seiner Kunden sicherstellen will. Bei einer Pressekonferenz für die Tages- und Wirtschaftspresse sagte Schreier auf die Frage, was Heidelberg bezüglich Landa von Komori oder Manroland unterscheide: "Das ist wie 'Intel Inside'. Es kommt darauf an, was daraus gemacht wird." Für die nächsten 18 bis 24 Monate seien allerdings keine marktreifen Maschinen mit Druckeinheiten zu erwarten, die auf der Landa-Technologie beruhen.

Heidelberg arbeitet im Digitaldruck bereits mit Ricoh zusammen. Während hier Auflagen bis ca. 250 Exemplare im Fokus stünden, nannte Heidelberg für die Landa-Technologie – die man als "Digitaloffset" bezeichnet – Auflagensegmente ab 500 bis 1.000 Exemplare.

Sowohl Digitaldruck wie auch Offset

Schreier: "Uns ist bewusst, dass unsere Kunden sowohl Lösungen für die hochvolumige Produktion, kosteneffizientes Drucken von Kleinauflagen als auch immer kürzere Rüstzeiten und schnelle Bearbeitungszeiten benötigen. Für diese Anforderungen bieten wir unsere Anicolor-Technologie an und haben auch unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Ricoh für toner-basierte Digitaldrucksysteme international ausgerollt. Dieselben Anforderungen haben uns jetzt dazu veranlasst, die Nanografie-Technologie von Landa für eine neue Digitaldruckmaschinengeneration für den Werbedruck zu prüfen: Tatsache ist, dass unsere Kunden sowohl Offset- als auch Digitaldrucklösungen brauchen."

Kernstück des Nanographic-Printing-Verfahrens ist die wasserbasierte Nano-Ink von Landa. Diese Nanofarben, deren Pigmentpartikel eine Größe von nur einigen Dutzend Nanometern aufweisen, seien sehr leistungsstarke Lichtabsorber und ermöglichten eine hohe Bildqualität. Das Nanographic-Printing-Verfahren zeichnet sich laut Heidelberg durch äußerst scharfe und einheitliche Punkte, hohe Glanzwerte und den breitesten CMYK-Farbraum aus.

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