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Landa verschiebt die Auslieferung seiner nanografischen Druckmaschinen erneut

Erste Installationen der Beta-Maschinen der Landa S10 sind nun für das zweite Halbjahr 2015 geplant
 

Die Nanografische Druckmaschine Landa S10 (Blick vom Anleger aus) wurde quasi komplett neu entwickelt: Der Touchscreen befindet sich nun an der Auslage, der Zugang zum Maschineninneren wurde verbessert und optional ist ein Inline-Lackierwerk verfügbar.

Als Benny Landa auf der Drupa 2012 seine nanografischen Bogen- und Rollen-Druckmaschinen vorstellte, hieß es, die ersten Beta-Maschinen würden Ende 2013 ausgeliefert. Doch auch zweieinhalb Jahre später ist noch keine der Druckmaschinen beim Kunden installiert; die Auslieferung des Flaggschiffes Landa S10 verzögert sich erneut und ist nun für das zweite Halbjahr 2015 geplant. Die Inkjet-Druckmaschine im B1-Format wurde völlig neu konstruiert.

Während auf der letzten Drupa noch die Rede von einer ganzen Modellreihe, bestehend aus drei Bogen- und drei Rollendruckmaschinen, war, konzentriert sich das Unternehmen seither vor allem auf das Flaggschiff, die Landa S10. Die erneute Verzögerung der Beta-Auslieferungen begründet Benny Landa in einem aktuellen Blogeintrag auf seiner Website vor allem mit den umfangreichen Weiterentwicklungen an der Maschinenplattform. Denn die 2012 präsentierten Druckmaschinen hätten in Sachen Veredelungsmöglichkeiten, Zugänglichkeit und Bedienkomfort nicht den Kundenwünschen entsprochen, was schließlich zur vollständigen Neukonstruktion der Maschine und zur Überarbeitung des Konzeptes geführt habe.

Die Landa S10 hat inzwischen nicht mehr viel mit den ursprünglichen Modellen gemeinsam: Das Touchscreen-Bedienfeld ist wie von den Kunden gewünscht an die Auslage angedockt und optional ist ein Inline-Lackierwerk verfügbar. Der Papiertransport in der Landa S10 stammt von Komori, das Inspektionssystem mit Bildverarbeitung von AVT und das digitale Frontend von EFI. Auch im Gewicht hat die Landa S10 deutlich zugelegt. So bringt sie Inklusive Lackierwerk nun 30 statt anfänglich zehn Tonnen auf die Waage. Weiter gefeilt wurde aber auch an der Druckqualität, sodass die Nano-Ink-Druckfarben das auf der Drupa 2012 gegebene Qualitätsversprechen inzwischen halten könnten, wie Benny Landa in seinem Blog erklärt.

Den Landa-S10-Kunden habe man daher bereits erste und aktuelle Druckmuster der B1-Maschine gezeigt. Parallel hat das Unternehmen damit begonnen, eine Vertriebs- und Servicestruktur unter Leitung von Marc Schillemans aufzubauen, der für den Vertrieb im EMEA-Raum verantwortlich sein wird. Im März sollen darüber hinaus die ersten Betatest-Kunden nach Israel reisen, um sich die Maschinen und Produktionshallen vor Ort anzusehen. Dennoch werde 2015 für Landa ein "schwieriges Jahr" werden, denn es gäbe noch viel zu tun, ehe man die ersten Betatests im zweiten Halbjahr 2015 starten könne.

Bis zur Drupa 2016, auf der das Unternehmen eine doppelt so große Fläche wie 2012 belegt, wird Landa zusammen mit seinem Partner Altana mehr als eine Viertel Milliarde US-Dollar in die Markteinführung seiner nanografischen Druckmaschinen gesteckt haben.

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