Weiterempfehlen Drucken

Macromedia: Rechtsstreit mit Adobe zunächst beendet

Streit um Patente

In einem Patent-Rechtsstreit zwischen Macromedia und Adobe hat ein amerikanisches Gericht zugunsten von Adobe entschieden. Macromedia wurde zu einer Schadenersatzzahlung von 2,8 Millionen US-Dollar verurteilt. Negative Auswirkungen auf die Bilanz oder Führungsposition erwartet Macromedia nicht. Im August 2000 hatte Adobe beim Bezirksgericht Delaware Klage gegen Macromedia eingereicht. Macromedia hatte darauf hin im September 2000 beim Bezirksgericht Delaware Widerklage gegen Adobe wegen Patentverletzung erhoben. Macromedia legte seinen Fall hinsichtlich seiner Patente am 6. Mai 2002 dar. Da Macromedia der Meinung ist, dass Adobe weitere Patente verletzt hat, verklagte Macromedia Adobe im Oktober 2001 außerdem im nördlichen Bezirk von Kalifornien wegen Patentverletzung. Ursprünglich ging es bei diesem Rechtsstreit um das Patent »tabbed palettes« von Adobe. Damit kann man den Arbeitsbereich auf dem Bildschirm neu ordnen. Dieses Patent hat Macromedia mit seinem Feature Flash Web verletzt. In seiner Gegenklage wirft Macromedia dem Mitbewerber vor, gleich zwei seiner Patente verletzt zu haben. Dabei geht es um Editierwerkzeuge in Photoshop.
Als Antwort auf die von Adobe angestrengte Patent Verletzungs-Klage hat Macromedia seinen Konkurrenten ebenfalls wegen Patentrechtsverstößen vor Gericht zitiert: Adobe wurde zu einer Schadenersatzzahlung von 4,9 Millionen Dollar verurteilt. Das Gericht befand Adobe für schuldig, alle drei von Macromedia in seiner Klage erwähnten Patente verletzt zu haben:
•U.S. Patent Nr. 5.467.443: Veränderungen bei Blended Elements sowie automatisches Re-Blending of Elements. Verletzt durch Adobe Illustrator.
•U.S. Patente Nr. 5.151.998 und 5.204.969: Anzeige und grafische Editierung von Sound-Waveforms. Verletzt durch Adobe Premiere.
Die Richter erklärten zudem das U.S. Patent Nr. 5.151.998 für ungültig.
Macromedia will nun eine einstweilige Verfügung gegen Adobe erwirken, um Adobes Patentverletzungen zu stoppen. Im ersten von Adobe angestrengten Rechtsstreit (siehe oben) will Macromedia in Berufung gehen. Im Oktober 2001 reichte Macromedia beim Gericht im Northern District of California eine weitere Patent-Verletzungsklage gegen Adobe ein. Dieses Verfahren ist für Juni 2003 angesetzt.

Macromedia http://www.macromedia.de

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Produkt & Technik

Tecnau bringt neues Highspeed-Buchblock-Produktionssystem auf den Markt

Das Zusammentragen von Buchblöcken soll beschleunigt werden

Der Anbieter von Weiterverarbeitungsmodulen Tecnau hat das Hochgeschwindigkeits-Buchblock-Produktionssystem Tecnau TC 7800 auf den Markt gebracht. Es wurde in erster Linie als Rollen-Eingabekanal für die Buchproduktionslösung Libra 800 konzipiert und bietet eine höhere Bahngeschwindigkeit. So soll laut Tecnau die Zykluszeit für das Zusammentragen von Buchblöcken verkürzt und der Durchsatz beim Buchbinden um bis zu 30 Prozent verbessert werden. Mit dem neuen System reagiert der Hersteller auf den Wunsch der Kunden nach höherer Variabilität und Produktivität.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Planen Sie, 2018 neues Personal einzustellen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...