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Manroland Sheetfed: Wieder Entlassungen geplant?

Nach Massenentlassungen bei der Insolvenz sollen weitere 110 Arbeitsplätze abgebaut werden
 

Die von Manroland Sheetfed gebaute Roland 700 Hiprint HS ist ein Schnellläufer. Sie leistet bis zu 18000 Bogen/Stunde.

Wie die Offenbach Post (OP) in ihrer heutigen Ausgabe meldet, plant die Führungsspitze von Manroland Sheetfed weitere 110 Entlassungen. Dies hätten Geschäftsführung und Betriebsrat der Zeitung bestätigt.

Laut dem Vorsitzenden der Arbeitnehmervertretung, Andreas Firle, sei mit „mindestens 110 Stellenstreichungen“ zu rechnen. „Natürlich ist das heftig“, wird Geschäftsführer Rafael Penuela zitiert. „Aufträge haben wir, aber nicht genug.“ Und außerdem sehe man die Erwartungen für das nächste Jahr als nicht erfüllt. Jetzt müsse gehandelt werden, „damit wir im nächsten Jahr nicht unter die Räder kommen“, wie die OP weiter meldet.

Eigentlich hatte die Druckmaschinenmesse Drupa, auf der auch Manroland Aufträge erhalten hatte, Hoffnungen in der Branche geweckt. Doch habe die Drupa die Welt nicht verändert, wird Penuela weiter zitiert. Sie sei nur ein Strohfeuer gewesen. Auf dem europäischen Markt sei für die Druckmaschinenhersteller keine Besserung in Sicht, in den USA sei die Situation ähnlich.

Laut Firle hat Manroland in Offenbach momentan etwa 1000 Mitarbeiter, wobei auch Angestellte aus der sogenannten deutschen Marktorganisation, die an anderen Standorten sitzen, hinzugerechnet würden. Rund 40 Prozent des Jobabbaus solle in der Produktion vorgenommen werden, der Rest in Bereichen wie Service, IT, Finanzen und Entwicklung. Die Belegschaft sei über die Vorgesetzten informiert worden.

Die IG Metall sprach von einer Katastrophe für Offenbach. Denn „die Restrukturierung hat offensichtlich nicht dazu geführt, dass sich das Unternehmen rechnet“, wie es abschließend heißt.

Noch vor Monaten hatte der Eigentümer Tony Langley verlauten lassen, die jetzige Firmengröße passe bereits zum Markt .

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