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Mehr Sicherheit im Lebensmittel-Verpackungsdruck

Actega Terra will mit Food-Safe-Lacken das lebensmittelrechtskonforme Lackieren erleichtern

Durch Rückstellmuster von jeder Lackcharge soll die Rückverfolgbarkeit der Lacke sichergestellt werden.

Lacke für Lebensmittel-Verpackungen werden bei Actega Terra mit dem Zusatz Food-Safe gekennzeichnet. Damit reagiert das Unternehmen auf die immer höheren Anforderungen, die sich  an Druckereien und ihre Zulieferer im Lebensmittel-Verpackungsdruck stellen.

Laut Hersteller erfüllen Food-Safe-Lacke drei Kriterien gleichzeitig: Sie sind migrationsarm und unterschreiten den Globalmigrations-Grenzwert von 60 mg/kg (EU-Würfel-Model). Sie wurden von akkreditierten Prüflaboren untersucht und für den direkten Kontakt mit trockenen und fettenden Lebensmitteln zertifiziert. Food-Safe Lacke sind konform mit der Schweizer Bedarfsgegenständeverordnung und enthalten ausschließlich Rohstoffe, die in der dortigen Positivliste (SR 817.023.21) aufgeführt sind. Zusätzlich verzichten diese Lacke auf unerwünschte Inhaltsstoffe wie Mineralöle (MOSH, MOAH), Schwermetalle oder Phthalate und sind geruchsarm eingestellt, wie der Hersteller betont.

An Lebensmittel-Verpackungen werden hohe gesetzliche Anforderungen gestellt. Eine Vielzahl von Verordnungen, Richtlinien und Normen regeln diesen Bereich. Grenzwerte sind einzuhalten, und Hersteller müssen sicherstellen, dass alle Materialien und Gegenstände im Lebensmittelkontakt nach guter Herstellungspraxis (GMP) produziert worden sind.

Für die Produkt- und Konsumenten-Sicherheit werden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie Dr. Hans Michael Lenz, Leiter Qualität, Umwelt und Produktsicherheit bei Actega Terra, berichtet. Eingesetzt würden nur hochgereinigte Rohstoffe und von jeder Rohstoff- und Lackcharge würden laut Dr. Lenz Qualitätskontrollen durchgeführt. „Wir bilden Rückstellmuster von jeder Lackcharge und besitzen ein eigenständig zertifiziertes Hygienemanagementsystem nach HACCP.“

Frank Kamphuis, Leiter F&E und Anwendungstechnik bei Actega Terra, ergänzt: „Wir überprüfen das eingesetzte Lacksortiment auf lebensmittelrechtliche sowie drucktechnische Anforderungen. Dazu gehören Systemanalysen, Lackempfehlungen oder der Support bei der Anwendung.“ 

Derzeit erfüllen 40 Wasserlacke von Actega Terra die strengen Food-Safe-Bedingungen. Dazu gehören nicht nur Hochglanz-, Glanz- und Mattlacke von stumpfmatt bis seidenmatt. Auch Funktionslacke, wie Kalander- und Barrierelacke oder Primer, sind Bestandteil des umfangreichen Produktprogramms. Sogar ein speziell für den Einsatz auf Inmould-Etiketten entwickelter Lack ist in Food-Safe-Qualität verfügbar. 

Terra-Gloss-UV-Lacke von Actega Terra sind derzeit nicht in Food-Safe-Qualität erhältlich. Nur Lacke, die für den direkten Lebensmittelkontakt zertifiziert worden sind, tragen das Food-Safe-Siegel. Jedoch stehen spezielle UV-Lacke mit polymeren bzw. langkettigen Fotoinitiatoren zur Verfügung, die hochreaktiv sind und deren Eignung für den indirekten Lebensmittelkontakt durch eine entsprechende Risikostudie bestätigt worden ist. Auch Terra-Green-Lacke auf Basis nachwachsender Rohstoffe gelten nicht als Food-Safe.

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