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Monotype passt "Neue Frutiger" an neue DIN-Norm an

Barrierefreie Lesbarkeit von Schriften
 

Die Neue Frutiger: Für die bessere Unterscheidbarkeit erhielt unter anderem die Null einen Punkt in der Mitte.

Monotype GmbH hat das Schriftdesign Neue Frutiger an die Empfehlungen der im April 2013 neu aufgelegten DIN-Norm 1450 zur barrierefreien Lesbarkeit von Schriften angepasst. Die Neue Frutiger 1450 ist laut Anbieter damit die erste speziell an die neue DIN-Norm angepasste Schrift von Monotype. Sie ist unter Linotype.com in vier Strichstärken mit den passenden Kursiven sowie als Webfonts erhältlich.

Die DIN-Norm 1450:2013-04, Schriften – Leserlichkeit, liefert Empfehlungen über den Aufbau und die Verwendung von Schriften im öffentlichen Raum. Die im April 2013 vom Deutschen Institut für Normung herausgegebene Überarbeitung ersetzt die ältere Version und berücksichtigt damit die demografische Entwicklung sowie die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung. Während die bisherige DIN 1450 vor allem auf Schilder und Hinweistafeln abzielte, enthält sie nach der Überarbeitung nun auch Spezifikationen für andere Bereiche wie beispielsweise Drucksachen in Ministerien oder Behörden.

Alle speziell für die neue DIN-Norm überarbeiteten Schriften des Schriftenanbieters Monotype erhalten den Zusatz „1450“ im Namen und sind für Texte und Beschriftungen geeignet, die nach der neuen Empfehlungen gestaltet werden können. Otmar Hoefer, Director Type und Library Management bei Monotype, war Teil des Arbeitsausschusses im DIN, der die neue DIN-Norm erarbeitet hat: „Ursprünglich sollte nur eine einzige Schrift durch die Norm empfohlen werden. Deshalb haben sich Schriftexperten dafür stark gemacht, weitere geeignete Schriften in die Liste aufzunehmen.“ Bei der Anpassung der Neue Frutiger an die Normvorgaben wurden zum Beispiel leicht verwechselbare Buchstaben wie das große „I“ und das kleine „l“ so umgestaltet, dass sie auch unter schwierigen Lesebedingungen eindeutig erkennbar sind.
Die Anpassungen des Designs erfolgten nur dort, wo dies zur besseren Leserlichkeit notwendig war, ohne das Design der entsprechenden Zeichen dabei unnötig von der bestehenden Neue Frutiger zu entfremden. Die auffälligsten Änderungen finden sich in der Null, die zur Unterscheidung vom großen „O“ in der Mitte mit einem Punkt versehen wurde, dem kleinen „l“, das eine gebogene Grundlinie erhielt und die um eine Fußserife ergänzte Ziffer „1“.
Die Neue Frutiger entstand im Jahr 2009 aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Schweizer Schriftgestalter Adrian Frutiger und Akira Kobayashi, Type Director bei Monotype und ebenfalls Designer zahlreicher bekannter Schriften. Die Anpassung des Schriftdesigns an die DIN-Norm 1450 nahmen die beiden Designer ebenfalls gemeinsam vor. „Wir haben im Frühjahr 2012 Adrian Frutiger in der Schweiz besucht und er war begeistert, dass sein Schriftdesign nun auch die Bezeichnung „barrierefrei“ tragen darf“, so Kobayashi.
Bei der Verwendung der Neue Frutiger 1450 Fonts werden auf den normalen Zeichenpositionen die optimierten Zeichen angezeigt. Über ein Opentype Feature kann dies aber ausgeschaltet werden, so dass auch die originale Neue Frutiger verwendet werden kann.

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