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Monotype reaktiviert Haas Unica

Redesign bringt mehr Schnitte, Sprachausbau und erweiterten Zeichensatz
 

Die Neue Haas Unica besteht aus insgesamt neun Schnitten.

Haas Unica, seit der Fotosatz-Ära unangetastet, wurde von Monotype mit 18 Schnitten als Neue-Haas-Unica-Schriftfamilie wiederbelebt. Toshi Omagari von Monotype Studio hat der klassischen Schrift zu einem frischen Aussehen verholfen und sie digital einsetzbar gemacht. Die Neue Haas Unica ist in mehr Schnitten, mehr Sprachen und mit erweitertem Zeichenumfang lieferbar, so dass sie laut Anbieter alle Anforderungen im Digital- und Printbereich erfüllt.

Die neutrale Schrift soll sich sowohl fürs Corporate Branding, als auch für Beschilderungen, Bücher, Magazine, Verpackungen oder Mode eignen.

Bestehend aus neun Schnitten – von Ultra Light bis Extra Black, mit jeweils passenden Kursivschnitten – unterstützt Neue Haas Unica alle paneuropäischen Sprachen, inklusive Kyrillisch und Griechisch. Toshi Omagari hat darüber hinaus lokale Glyphen und Ligaturen hinzugefügt, wie beispielsweise das niederländische IJ/ij, bulgarische und serbische Buchstaben, eine Lösung für die Darstellung des mittleren Punktes im Katalanischen und spezielle Apostrophe, die im Französischen und Italienischen zum Einsatz kommen. Nutzer profitieren zudem von der großen Bandbreite an typografischen Features für OpenType-Schriften, wie Ligaturen, Brüchen, Kapitälchen und Mediävalziffern. Omagari hat auch Nuancen im Design angepasst, wie beispielsweise feine Abstimmungen der Zeichenproportionen und Abstände, um damit die Lesbarkeit zu verbessern. All das zusammen macht Neue Haas Unica zu einer der bedeutendsten Schrift-Neugestaltungen von Monotype: eine umfassende Familie, vielsprachig, Sonderzeichen, ästhetische Verbesserungen und fein abgestimmte Strichstärken.

Die Geschichte der Haas Unica beginnt in den späten 1970er-Jahren, als Helvetica und Univers sich bereits fast 20 Jahre lang großer Beliebtheit erfreuten. Designer wussten um die Stärken, Schwächen und den Nutzen beider Schriften. Zu jener Zeit eroberte der Fotosatz die typografische Gestaltung, und so wurden Schriften entwickelt, die dessen Vorzüge aufgriffen. In den 1980er-Jahren entwickelte die Haas’sche Schriftgießerei ein Design, das die Vision einer Fotosatz-Schrift erfüllt und gleichzeitig die Schlüsselattribute von Helvetica und Univers vereinte. Entworfen von Team ’77, kam der Hybrid als Haas Unica auf den Markt, mit einer Formgebung, die weniger geometrisch war als die der Univers und weniger statisch als Helvetica, und trotzdem klar, leserlich und vielseitig.

Allerdings blieb der große Erfolg für Haas Unica aus, was hauptsächlich auf den Wandel der Industrie zurückzuführen war, die sich Ende den 1980er-Jahre hin zum Desktop-Publishing entwickelte. Während Helvetica und Univers rasch für den digitalen Einsatz konvertiert wurden, geriet Unica ins Abseits – bis heute.

Die Neue Haas Unica gibt es als Desktop- oder Webfont auf MyFonts, Fonts.com, Linotype.com oder FontShop.com. Für alle Abonnenten von Fonts.com Web Fonts sind die neuen Schriften als Webfonts verfügbar. Pro-, Master- und Desktop-Add-On-Abonnenten können die gesamte Schriftfamilie im Rahmen ihres Abos als Desktopfont nutzen.

Die Neue Haas Unica ist verfügbar als Pro oder W1G Version, für 49 US-Dollar beziehungsweise 65 US-Dollar je Schriftschnitt oder 399 US-Dollar beziehungsweise 499 US-Dollar für die gesamte Schriftfamilie. Nutzer, die bis zum 7. Mai 2015 die gesamte Neue Haas Unica Schriftfamilie als Desktopfont unter www.myfonts.com, www.fonts.com oder www.linotype.com erwerben, erhalten die Pro-Version zum Einführungspreis von 99 US-Dollar.

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