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Motorbuch Verlag nutzt POD-Service von KNV

Vergriffene Titel können auf Nachfrage wieder aktiviert werden
 

Martin Zeiser (rechts), Leitung Vertrieb und Marketing der Paul Pietsch Verlage, und Rolf Blind, Vertriebsmanager Print-on-Demand bei KNV, bei der Übergabe des ersten digitalisierten und on demand gedruckten Exemplars der Reihe "Jetzt helfe ich mir selbst", VW Käfer bis Herbst 1969 (Bild: KNV).

Derzeit vergriffene Titel der Reihen "Jetzt helfe ich mir selbst" sowie "Reparaturanleitung" aus dem Stuttgarter Motorbuch Verlag, die sich speziell an Autoliebhaber richten, werden aufgrund einer großen Nachfrage aktuell im POD-Zentrum des Barsortiments Koch, Neff & Volckmar GmbH (Stuttgart) digitalisiert und können per Print-on-Demand jederzeit bei KNV gedruckt werden.

Die Reihe "Jetzt helfe ich mir selbst" aus dem Stuttgarter Motorbuch Verlag ist seit 50 Jahren mit einer verkauften Auflage von über 15 Millionen Exemplaren bei "Auto-Schraubern" eine bekannte Reihe. Seit 1962 sind rund 300 Bände zu allen Automarken erschienen. Über 200 Titel älterer Modelle sind aktuell nicht mehr verfügbar, werden aber laut Verlag händeringend von Kunden gesucht. Ebenfalls begehrt und teilweise nicht mehr lieferbar seien auch zahlreiche Bände aus der Reihe "Reparaturanleitung", die sich insbesondere an technisch versierte Autoliebhaber richten.

Um die Nachfrage nach beiden Reihen zu bedienen, werden derzeit vergriffene Titel im POD-Zentrum des Barsortiments Koch, Neff & Volckmar GmbH (Stuttgart) digitalisiert und können per Print-on-Demand bei KNV gedruckt werden. "Wir haben lange nach einem passenden Modell gesucht, um unseren Kunden auch selten gefragte oder vergriffene Titel jederzeit wieder liefern zu können“, so Verlegerin Dr. Patricia Scholten. "Mit dem Print-on-Demand-Angebot von KNV können wir jetzt Bestellungen ohne Lagerhaltung direkt aus dem Barsortiment und über unsere Verlagsauslieferung heraus bedienen. Immer wieder waren wir in der Vergangenheit damit konfrontiert, gewünschte Einzeltitel nicht mehr liefern zu können; dies gehört nun der Vergangenheit an."

Seite für Seite wird der betreffende Titel der Anforderung entsprechend eingescannt und bearbeitet, wodurch eine neue druckfähige Datei entsteht. Durch das POD-Konzept können die Titel nur wenige Stunden nach Bestelleingang mit dem Bücherwagen ausgeliefert werden. Buchhändler finden die als POD-Titel wieder lieferbaren Ausgaben unter der KNV-Titelnummer. "Das Digitalisieren hat sich bereits kurz nach dem Start von Print-on-Demand bei KNV und KNO VA als fester Bestandteil der Produktpalette etabliert“, so POD-Vertriebsmanager Rolf Blind. "Im Moment hat KNV rund 200.000 eigene Titel on-Demand verfügbar. Bis Ende des Jahres sollen es 300.000 sein.“

Auch Buchhändler profitieren von wieder aktivierten Titeln

Mit dem POD-Geschäftsmodell von KNV und KNO VA soll es Verlagen möglich sein, vergriffene Backlist-Titel auf Nachfrage wieder zu aktivieren, ohne von Auflagen oder Absatzmengen abhängig zu sein. Buchhändler könnten so von einer höheren lieferbaren Titelanzahl profitieren. "Uns ist es wichtig, dass sich die Verlage auf ihr Kerngeschäft, den Vertrieb ihres Contents, konzentrieren können", so Rolf Blind. Darum sei der POD-Service so gestaltet, dass Verlage ohne großen Aufwand darauf zurückgreifen können: Nach der Übergabe einer fertigen Druckdatei oder einem zu digitalisierenden Buch übernimmt das POD-Druckzentrum die Herstellung des Titels. Die frisch gedruckten Bücher werden dann in die Lieferkette von Barsortiment und Verlagsauslieferung mit eingebunden und sind dadurch jederzeit verfügbar.

"So muss sich die Frage, ob ein Titel neu aufgelegt werden soll, oder nicht, gar nicht erst stellen. Im Idealfall wechselt ein Titel zum entsprechenden Zeitpunkt automatisch in den POD-Bereich und bleibt somit ständig lieferbar. Das Potenzial eines Titels kann voll ausgeschöpft werden – und von einem breiten Programm profitieren sowohl Verlag als auch der Kunde", erklärt Blind. Beeinflussen und erweitern könne das POD-Programm auch der Buchhändler: "Jeder Hinweis auf einen nachgefragten Titel, der nicht mehr lieferbar ist, führt zu einer Kontaktaufnahme mit dem entsprechenden Verlag, um den Titel in unser POD-Programm aufzunehmen“, so der POD-Vertriebsmanager.

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