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Neue Etiketten-Digitaldruckmaschinen-Generation von Gallus und Heidelberg

Welt-Premiere: Digital Converting System Gallus DCS 340 erstmals präsentiert
 

Welt-Premiere in der Schweiz: Vor dem Druck auf den „roten“ Knopf an der neuen Gallus DCS 340 (von rechts): Ferdinand Rüesch – ehemaliger Eigentümer der Schweizer Gallus Holding AG, er ist mit rund neun Prozent Anteil größter Einzelaktionär bei Heidelberg – Dr. Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, sowie Stefan Heiniger, COO für den Geschäftsbereich Etiketten der Gallus Ferd. Rüesch AG.

Nun ist es soweit. Die „Gallus Innovation Days 2014“ (23. bis 25. September) im schweizerischen St. Gallen bilden den Rahmen für die bereits im April 2014 für September angekündigte Welt-Premiere: Der Hersteller von Maschinen und Anlagen für den Etikettendruck Gallus – kürzlich komplett von Heidelberg übernommen – stellt der Fachwelt eine neue Maschinengeneration für den digitalen Etikettendruck vor. Es handelt sich um ein Vorserienmodell. Gallus DCS 340 (Digital Converting System) heißt das neue digitale Inline-Etikettendrucksystem, das in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Druckmaschinen AG und Fujifilm in weniger als einem Jahr entwickelt worden ist.

„Am Markt ist eine kontinuierliche Verschiebung an Investitionen in Druckmaschinen mit Digitaldrucktechnologie zu beobachten. Denn die Anzahl kleinerer Auflagen bzw. individueller und versionierter Etiketten nimmt stetig zu“, weiß Stefan Heiniger, COO für den Geschäftsbereich Etiketten der Gallus Ferd. Rüesch AG, zu berichten. „Das Wachstumspotenzial für dieses Druckverfahren ist beträchtlich, wir rechnen für die nächsten zehn Jahre mit hohen Wachstumszahlen“, so Heiniger weiter.

Die Digitaldruck-Technologie bietet die Möglichkeit, zum Beispiel die auftragsbezogenen Fixkosten zu senken sowie niedrigere Kosten bei Versionierung und Individualisierung von Etiketten zu erzeugen, während die konventionellen Druckfunktionen dieses Maschinensystems für zusätzliche Optionen in der Veredelung sorgen und eine Inline-Weiterverarbeitung, wie zum Beispiel Lackieren und Stanzen, ermöglichen. Den Prozess für die Datenvorbereitung stufen Gallus und Heidelberg aufgrund der nahtlosen Integration der konventionellen und digitalen Verarbeitungsschritte als „einfach und effizient“ ein.

Vereinfacht wird auch das Handling variabler Daten und somit die wirtschaftliche Produktion von Kleinauflagen ermöglicht. Durch die Kombination der Merkmale des Digitaldrucks mit speziell für den Digitaldruck optimierten Verfahren des Inline-Finishing können Etiketten zum Beispiel auf der neuen Gallus DCS 340 zudem auch inline lackiert, veredelt und weiterverarbeitet werden – von der Rolle zum fertig gestanzten Etikett in einem Produktionsdurchgang. 

UV-Inkjetdruck auf Offsetdruck-Niveau

Heidelbergs Digitaldruck-Aktivitäten sind nicht neu. Man denke nur an die „Nexpress“, ein Joint-Venture mit Kodak, und die Kooperation mit Ricoh. Durch die neuerliche Zusammenarbeit der Heidelberger Druckmaschinen AG mit deren Technologiepartner für die Inkjettechnologie, Fujifilm, verfügt das neue digitale Inline-Etikettendrucksystem Gallus DCS 340 über ein Fujifilm-Druckmodul mit neuartigen Inkjet-Druckköpfen. Das Druckkopfdesign ermöglicht die Verbindung mehrerer Köpfe für eine größere Druckbreite – ohne sichtbare Übergänge. Die Tröpfchenfeinheit liegt bei 2 Picolitern. Die native Auflösung von 1200 dpi soll für eine Druckqualität sorgen, die den UV-Inkjetdruck auf „Offset-Niveau hebt“, sind die Verantwortlichen von Gallus und Heidelberg überzeugt. Erste verfügbare Druckmuster aus dem Prototypen bestätigen diesen Anspruch. Das System bietet in der UV-Inkjet-Druckeinheit sieben Farben plus Weiß, ist also achtfarbig angelegt. Heidelberg selbst hat die komplette Digitaldruck-Einheit entwickelt, von Gallus kommt die Plattform mit Flexowerk/Lackierwerk plus Rotationsstanzeinheit. Die Druckgeschwindigkeit wird mit 50 m/min angegeben. Gallus und Heidelberg nennen einen Verkaufspreis der so bestückten Plattform von 1,4 bis 1,5 Mio. Euro.

Am Markt gibt es bereits ähnliche Systeme, zum Beispiel die „Digital“-Serie von Mark Andy, die mit sechs UV-Inkjet-Farben plus Deckweiß angeboten wird und es auf bis zu 76 m/min Geschwindigkeit bringen soll.

Mit Hilfe des Heidelberg Prinect Digital Front End lässt sich der Prepress-Workflow automatisieren. Wichtige Funktionen für den Drucker sind zum Beispiel auch noch Schmuckfarbenabgleich, PDF Toolbox und Prepress Manager zur Steigerung der Effizienz.

Das System soll bereits im kommenden Jahr in Serie gehen und „die wachsende Nachfrage nach der wirtschaftlichen Produktion von kleinen bzw. mittleren sowie versionierten Auflagen im Etikettendruck bedienen“, wie Gallus und Heidelberg gemeinsam zum Ausdruck bringen.

Die Vorstellung weiterer Neuentwicklungen aus dem Hause Gallus/Heidelberg folgt.

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