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Neuer Lack für Braille-Applikation

Jowat AG bringt Perma Coat auf den Markt
 

Brailleauftrag per Lack: Vorgeschrieben ist eine Punkthöhe von 0,5 mm.

Die Jowat AG mit Sitz in Detmold hat einen neuen Lack für die Anwendung Brailleschrift entwickelt. Perma Coat ist ein UV-reaktives Lacksystem, welches den Brailleauftrag auf bedruckten Faltschachteln nach geltenden Standards ermöglichen soll.

Die Brailleschrift, ein aus erhabenen Punktmustern bestehendes Kommunikationssystem, ermöglicht blinden oder sehbehinderten Menschen das Lesen durch das Ertasten von Punktkombinationen. Für die Kennzeichnung von Printprodukten mit Brailleschrift bietet sich – im Gegensatz zur gängigen Hochprägung – auch die Lackierung an. Mit dieser Auftragstechnik können die Braille-Punktmuster als Lackpunkte per Düsenauftragssystem fertigungstechnisch einfach und dennoch normgerecht appliziert werden.

Entscheidend für die Lesbarkeit der Brailleschrift ist neben dem Punktdurchmesser im besonderen Maße die Punkthöhe. Diese ist normiert und sollte 0,5 mm nicht unterschreiten. Neben diesem generellen Anspruch an die Ausführung der Brailleschrift, gilt seit dem 1. September 2006 europaweit eine Kennzeichnungspflicht von Medikamentenumverpackungen (Faltschachteln) mit Brailleschrift für Pharmazieunternehmen. In diesem Anwendungsbereich ist eine Punkthöhe von mind. 0,2 mm (nach CEN – Comité Européen de Normalisation) für pharmazeutische Verpackungen vorgeschrieben.

Die neue UV-reaktive Produktfamilie PermaCoat der Jowat AG soll diese Anforderungen alle erfüllen. Erreicht werden laut Hersteller Punkthöhen von 0,5 mm und mehr. Aufgrund seines Adhäsionsspektrum sowie seines Fließverhaltens in der Düse und einer schnellen Härtung im Durchlaufverfahren mittels UV-Licht sei Perma Coat auch für die Inline-Verarbeitung und hohe Produktionsgeschwindigkeiten in der Faltschachtelproduktion geeignet.

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