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Optische Qualitätskontrolle von Klebebindungen

Ribler GmbH stellt Ad-Vis vor
 

Qualitätskontrolle für die Klebebindung: Das Testgerät Ad-Vis von Ribler untersucht die Flexibilität der Klebstoffnaht.

Bislang existieren nur wenige Verfahren wie zum Beispiel der Page-Pull- oder Flex-Test, um die Qualität einer Klebebindung zu kontrollieren. Die so erhaltenen Ergebnisse zeigen allerding lediglich, gemessen in N/cm, die Haltbarkeit einer Verklebung an. Mit einem neu entwickelten Testverfahren Ad-Vis der Ribler GmbH in Stuttgart soll künftig so­wohl die Haltbarkeit als auch erstmals das Fehlverhalten eines Klebstoffes exakt nachgewiesen werden können. Die detaillierte Beurteilung erfolgt unter Zuhilfenahme eines Mikroskopes.

Das Messgerät zum von Ribler entwickelten Testverfahren Ad-Vis besteht aus einer feststehenden und einer beweglichen Spannzange. Der Buchblock wird in 10 oder 15 mm breiten Block geschnitten. Anschließend wird dieser Blockabschnitt mittig aufgeschlagen, wobei der linke Teil in die feststehende Klammer ge­klemmt wird. Ein einzelner Papierstreifen wird so in die bewegliche Klammer eingeklemmt, dass die rechte Hälfte unterhalb der beweglichen Klammer in diesen Schlitz fällt. Danach wird das Objektiv des Mikroskopes auf die Bindenaht eingestellt. Damit beim Auseinanderziehen des einzelnen Blattes aus der Klebenaht der Fokus in der gleichen Ebene verbleibt, wird die Messingshülse exakt unter der Klebenaht positioniert. Nun wird durch Rechtsdrehen der Mikrometerschraube das einzeln eingespannte Blatt vorsichtig belastet (Zugbelastung).

Im Mikroskop lässt sich so die Verklebung der Papierkante links und rechts mit dem mittig liegenden Klebstoff­bett zu erkennen. Durch weiteres Rechtsdrehen der Mikrometerschraube läst sich deutlich die Flexibilität der Klebstoffnaht erkennen bis zu dem Punkt, an dem die Blattkante sich aus dem Klebstoffbett herauslöst (Adhäsionsbruch). Falls es sich um eine sehr haltbare Klebung handelt, kann man bei vorsichtigem Rechtsdrehen der Mikro­meterschraube erkennen, dass der Klebstoff an den beiden Papierkanten jeweils links und rechts haften bleibt (hohe Adhäsionskräfte), während sich die Klebstoffnaht beim Kohäsionsbruch in der Mitte mehr und mehr ver­jüngt, bis sie letztendlich auseinander reißt. Bei manchen Verklebungen – je nach Rückbearbeitung, Papierqualität und Klebstoff – lässt sich auch ein so genannter Mischbruch erkennen. Bei mehrmaligen Versuchen ist in den meisten Fällen jedoch ein Trend zum Adhäsions- oder Kohäsionsbruch zu erkennen. Zusätzlich hilft die fotografische Dokumentation, die Er­gebnisse zu veranschaulichen.

Anhand dieser optischen Befunde kann der Fachmann das weitere Vorgehen festlegen.

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