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Papierfabrik Scheufelen: Graspapier im Portfolio

Produziert mit Frischfasern aus getrocknetem Gras von der Biosphärenregion Schwäbische Alb
 

Produktbeispiele aus Graspapier von Scheufelen.

Die Papierfabrik Scheufelen mit Sitz in Lenningen (Baden-Württemberg) produziert ab sofort Graspapier. Das Scheufelen-Graspapier wird in verschiedenen Qualitäten unter den Namen "Greenliner" (Wellpappenrohpapier bzw. Liner), "Graspapier" für graphische Anwendungen und "Phoenogras" für Verpackungslösungen, angeboten. Aktuell ist Greenliner in Flächengewichten von 80, 95, 105, 130 und 200 g/qm, Graspapier in 95 und 130 g/qm sowie Phoenogras, eine Kombination von Graspapier mit dem Zellstoffkarton Phoenolux, in 360 g/qm erhältlich.

In den verschiedenen Graspapier-Qualitäten kommen, laut Scheufelen, 50 Prozent Frischfasern aus sonnengetrocknetem Gras zum Einsatz. Dieses Material werde in der nächsten Umgebung der Papierfabrik, in der Biosphärenregion Schwäbische Alb, aus einem nachwachsenden Rohstoff gewonnen. Verarbeitet werden soll das Material künftig direkt in der Papierfabrik in Lenningen, in einer gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Creapapier GmbH (Hennef) betriebenen Anlage.

Im Vordergrund stehe dabei die Herstellung eines Frischfaserzellstoffs unter möglichst geringer Umweltbelastung. Diese beruhe auf einem niedrigen industriellen Wasserbedarf (weniger als 1 Liter pro Tonne Graszellstoff), einer Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent pro Tonne Frischfasermaterial und dem Verzicht auf Prozesschemikalien. Der schonende Einsatz dieser Ressourcen gehe dabei in die Umweltbilanzen der mit Graspapier verpackten Produkte eins zu eins mit ein, heißt es aus dem Unternehmen weiter.

Laut Scheufelen erfüllen die Frischfaserverpackungen auf Graspapierbasis bereits heute die Anforderungen, die sich aus der geplanten Mineralölverordnung für Verpackungsmaterialien ergeben werden. Die Lebensmittelunbedenklichkeit werde durch ein entsprechendes Isega-Zertifikat bestätigt. Außerdem sei das Material recyclingfähig, kompostierbar und FSC-Mix zertifiziert (FSC C009951). Die Bedruckbarkeit des Materials im Offsetdruck wurde bereits durch den Pilotkunden Rondo (St.Rupprecht/Raab) für Produkte im Bereich von Obst- und Gemüseverpackungen getestet, lässt Scheufelen verlauten.

Produktbeispiele aus Scheufelen-Graspapier für verschiedene Marktsegmente wurden im Rahmen einer seit September 2016 bestehenden Kooperation, durch Master Studenten der Hochschule für Medien (Stuttgart) und Produktentwickler der Papierfabrik Scheufelen, im neuen Lenningen Packaging Campus – laut Scheufelen – bereits bis zur Marktreife geführt.

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