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Phoenix Print erhöht die Kapazität in der Buchproduktion

Die aus Stürtz und Himmer hervorgegangene Druckerei investiert rund 2,5 Mio. Euro in neue Weiterverarbeitungstechnik
 

Die leuchtend blaue Buchstraße wurde von Müller Martini unter Berücksichtigung ergonomischer Aspekte designt.

Phoenix Print in Würzburg produziert hauptsächlich Bücher und buchähnliche Produkte sowie hochwertige Industriekataloge. Während im Buchmarkt die Zahl der Titel bei sinkenden Auflagen steigt und Prozessoptimierungen bei den Verlagen im Fokus stehen, habe das Unternehmen sein Produktionsvolumen laut eigenen Angaben deutlich steigern können. Dies liege an dem vereinten Kundenstamm der früheren Stürtz GmbH und der früheren Himmer AG. Um die Kapazitäten in der Weiterverarbeitung entsprechend zu erhöhen, investierte das im April 2015 neu gegründete Unternehmen 2,5 Millionen Euro in eine Buchstraße des Typs Diamant MC 60 von Müller Martini.

Die neue Buchstraße wurde Ende Januar dieses Jahres bestellt und nahm bereits im April den Betrieb auf. Acht Millionen Bücher sollen bis zum Beginn des Jahres 2016 über die neue Diamant-Linie produziert werden – in vollautomatisierter Inline-Fertigung, die vom Einlegen des fadengehefteten Buchblocks bis zum fertig verschweißten und etikettierten Buch reicht.

Das Inline-System gewährleiste gerade bei der von Phoenix Print produzierten Produktvielfalt höchste Wirtschaftlichkeit, so das Unternehmen. Gefertigt werden auf der neuen Anlage Buchprodukte in Formaten von DIN A6 bis DIN A4 im Querformat sowie einem maximalen Hochformat von 29,7 x 35 cm in 2 bis 80 mm Stärkte. Das intelligente Maschinenkonzept „Motion Control“ optimiert produktbezogen alle Prozessschritte. Flexibilität und Qualität werden gesteigert, Rüstzeiten verkürzt.

Über stufenlos regulierbare Infrarot-Technologie werden die Rücken der Buchblocks erwärmt, um den Rundungsvorgang zu optimieren. Anschließend werden die Produkte nach jeder Seite zweimal gepresst. Dies garantiere perfekte Rundung, stabilen Falz und hervorragende Buchqualität.

Nach dem Einhängen des Buchblocks in die Buchdecke erhält das Buch seine finale Form. Durch stetes, vollflächiges Pressen wird diese fixiert. Beim ebenfalls konstanten Falzeinbrennen werden Temperatur und Druck stufenlos reguliert, sodass auch sensible Materialien schonend verarbeitet werden können, etwa bei der Fertigung von Papiereinbänden, Gewebeeinbänden oder PVC-Decken. Ferner können dank der Inline-Zeichenbandmaschine bis zu drei verschiedene Lesezeichen vollautomatisch integriert werden.

Jürgen Kohrmann, Leiter der Weiterverarbeitung bei Phoenix Print, über die Neuinstallation: „Unsere neue Linie läuft absolut zuverlässig, die Qualität der Bücher ist auch bei konstantem Dreischichtbetrieb exzellent und die Einarbeitung unserer Mitarbeiter verlief dank intensiver Trainings vor Ort problemlos.“

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Leserkommentare (1)

Albert Knaus | Freitag, 15. April 2016 13:46:04

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