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Presstek: Neben Wasserlos-DI-Offset auch Inkjet-Ambitionen?

US-Hersteller stellt seine Presstek 75 DI, neue Wasserlos-CtP-Druckplatten und weitere Projekte auf der Drupa vor
 

Die Presstek 75 DI lässt sich zu einer hybriden Maschine (mit Lack und Inkjet-Druckeinheiten) ausbauen.

Nachdem die Presstek 75 DI auf der Ipex 2010 erstmals als Prototyp gezeigt worden war, folgte nun die Drupa-Premiere als verkaufsfähige Serie. Die im B2+-Format angelegte digital integrierte Offsetdruckmaschine wird angeboten als Vier- bis Zehnfarben-Maschine, "wobei von der digitalen Datei bis zum fertig gedruckten Bogen nur sechs Minuten Zeit benötigt werden", betonte Stanley E. Freimuth, der neue President und CEO von Presstek auf der Drupa. 

Die Geschwindigkeit der wasserlos druckenden Maschine liegt bei min. 3000 Drucken/h und max. 16000 Drucken/h. und Substrate mit 0,04 bis 0,8 mm können bei einem max. Bogenformat von 788 x 600 mm bedruckt werden. Die geeigneten Auflagenhöhen liegen zwischen 500 und 20000 Drucken. 

Inkjet ist das "Hype"-Thema der letzten Jahre und gerade auch auf dieser Drupa. Auch Presstek macht sich konkrete Gedanken über eine eigene Inkjetdruckmaschine, wie auf der Drupa-Pressekonferenz zum Ausdruck kam. Doch sei es noch zu früh, mehr zu diesem Thema zu sagen, wie Presstek betont. Konkret ist aber das Angebot, die Presstek 75 DI zu einer hybriden Maschine ausbauen zu können.

Mit multiplen Inkjet-Köpfen bei Bedruckstoffen von 0,04 bis 0,3 mm Stärke können mit den monochrom einsetzbaren Inkjet-Druckeinheiten Geschwindigkeiten bis 10.000 Bogen/h erzielt werden, bei Druckbild-Auflösungen von 600 x 600 dpi. Der Optionen gibt es aber noch mehr: Die Maschinen lassen sich angeblich auch schnell zu Wendemaschinen umrüsten, mit bis zu zehn Druckeinheiten bei 15.000 Bogen/h. Auch ist eine UV-Auslegung vorgesehen mit UV-Zwischentrocknern über den Gegendruckzylindern oder den Wendetrommeln.

Mit dem "Virtuoso"-Druckqualitätssystem, in dem "15 Jahre Erfahrung eines Druckers in eine Box gepackt" drinstecken, so Freimuth weiter, soll jeder Bogen inspiziert werden, wenn er durch die Maschine läuft. Zu den Modulen zählen Colour Management (Farbdichtekontrolle), Registerkontrolle ("on the fly"), Fehlerdetektion im Bogen und Proof- und Fehler-Detektion (Vergleich Druckbogen zu Referenz-PDF).

Neben Druckmaschinentechnik lanciert der US-Hersteller auch neue Offsetdruckplatten, darunter die Wasserlos-CtP-Platte Pearl Dry Blue für Bogen-und Rollenoffset, mit einer spektralen Empfindlichkeit bei 830 nm. Die wasserauswaschbare Platte erfordert weder chemische Prozesse noch Gummierung oder Einbrennen. Sie ist konzipiert für bis zu 200 lpi (80er Raster) AM- und FM-Rasterung und für bis zu 100000 Drucke geeignet.

Jetzt erhältlich auch in Europa ist die digitale Thermalplatte PhD 830, die für Rasterauflösungen von 1 bis 99% bei 300 lpi (120er Raster) konzipiert ist. Dabei sind 10 µm FM garantiert, so Presstek. Die Standzeiten liegen im nicht eingebrannten Zustand bei 250000, eingebrannt bei 1 Million Drucke und mehr.  

Die dritte im Bunde ist die Aeon: Sie die für Rasterauflösungen von 1 bis 99% bei 450 lpi (180er Raster) konzipiert ist. Dabei sind 20 µm FM garantiert, so Presstek. Die Standzeiten liegen im nicht eingebrannten Zustand bei 150000, eingebrannt bei 1 Million Drucke und mehr. 

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