Weiterempfehlen Drucken

Reale und virtuelle Verpackungen im Dialog

Das AR-Tool von Thimm: Anders als bei den herkömmlichen Videosequenzen, ist der Nutzer hier aktiv in das Geschehen eingebunden. Er schaut nicht nur zu, sondern ist Initiator und Darsteller zugleich. 

Augmented Reality (AR), zu Deutsch „erweiterte Realität“, nennt sich eine digitale Anwendung, bei der reale und virtuelle Objekte in einem dreidimensionalen Bezug zueinander stehen. Dabei steht der Mensch als Akteur im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde dieses Tool von der Thimm Gruppe (Verpackungs-Produzent) auf der Fachpack 2010 in Nürnberg.

Die Bestandteile sind ein ausgedrucktes Bild sowie ein Rechner mit Monitor und Webcam. Der Nutzer erhält dabei laut Thimm ein Printmedium, das beispielsweise einen Hinweis auf eine definierte Website enthält (www.thimm.de/AR). Diese ruft er im Browser seines Rechners auf. Die Website erscheint, die Webcam wird aktiviert und der Nutzer sieht sich auf dem Monitor. Er hält den Ausdruck vor die Kamera. Sofort baut sich eine dreidimensionale Animation auf dem Printmedium am Bildschirm auf. Durch Dreh- oder Kippbewegungen kann der Nutzer die Darstellung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Echtzeit und virtuelle Realität verbinden sich miteinander. Das gedruckte Bild fungiert dabei als so genannter „Marker“, das der Animation den Startimpuls gibt.

Was zunächst als Spielerei anmutet, birgt ein gewisses Zukunftspotenzial. So kann die Webapplikation Hilfestellung bei der Vermittlung komplexer Aufbauten, beispielsweise von Displays oder Verpackungssystemen, leisten oder die Präsentation von Produktneuheiten im Rahmen von Messen bereichern. Anders als bei den herkömmlichen Videosequenzen, ist der Nutzer hier aktiv in das Geschehen eingebunden. Er schaut nicht nur zu, sondern ist Initiator und Darsteller zugleich.  

Aufgedruckt auf eine Verpackung kann solch ein Marker auch im Einzelhandel für den Endverbraucher eine neue Erlebniswelt inszenieren. Erweiterte Produktinformationen, Rezeptvorschläge oder Aufbauanleitungen bis hin zum virtuellen Spielzeugmodell und Einkaufsbummel-Tipps aufs Smartphone sind nur einige Anwendungsideen aus einer Fülle von Möglichkeiten.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Produkt & Technik

Egger investiert in neue Klebemaschine von Bobst

Reaktion auf die steigende Nachfrage bei Produktverpackungen

Der Verpackungsspezialist Egger Druck und Medien aus Landsberg bei München hat kürzlich seinen Maschinenpark erweitert und investiert in eine neue Faltschachtel-Klebemaschine des Schweizer Herstellers Bobst. Die Visionfold 80 A2 soll für eine effizientere Produktion sorgen.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Ist der Aufschwung auch bei Ihnen angekommen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...