Weiterempfehlen Drucken

Reflex startet Parallelbetrieb von zwei Papiermaschinen

Wechsel vom Dreischichtbetrieb zum Vierschichtbetrieb
 
Papiermaschine PM 4 von Reflex

Die Papiermaschine PM 4 des Papierherstellers Reflex aus Düren (Nordrhein-Westfalen) läuft bereits seit November 2015 im Vierschichtbetrieb.

Der Papierhersteller Reflex mit Sitz in Düren (Nordrhein-Westfalen) erhöht zwei Monate früher als ursprünglich geplant seine Taktzahl. Seit November 2015 läuft die Papiermaschine PM 4 im Vierschichtbetrieb. Nun werden zudem wechselnd die PM 1 oder die PM 3 vom bisherigen Dreischichtbetrieb in den neuen Parallelbetrieb aufgenommen.

„Angesichts des schwierigen Marktumfeldes in der Papierbranche, ist die Erhöhung der Produktivität durch den zeitlich vorgezogenen Parallelbetrieb zweier Papiermaschinen auch für Reflex eine ungewöhnliche Entscheidung. Unsere gesetzte Mehrsäulenstrategie wird allerdings durch die bisherige Entwicklung des Unternehmens bestätigt“, kommentiert Hariolf Koeder, Geschäftsführer der Reflex GmbH & Co. KG, diesen Schritt des Papierherstellers.

Energieerzeugungsanlage als Voraussetzung

Eine Voraussetzung für den aufgenommenen Vierschichtbetrieb zweier Papiermaschinen sei die neue Energieerzeugungsanlage, die Mitte März 2016 bei Reflex eingeweiht wurde. Diese Dampfversorgung liefere eigenständig bis zu 15 Tonnen Dampf pro Stunde und sei zudem noch ressourcenschonend. Damit würde der Energiebedarf von Reflex abgedeckt und sichere zudem auch Reserven für künftige Produktionserweiterungen. Auf der PM 4 werden ausschließlich Transparentpapiere gefertigt. Diese Papiere finden vorrangig in Prospekten, Kalendern, Drucksorten und vor allem Verpackungen Anwendung. Aufgrund einer speziellen Auslegung der Papiermaschine könne eine hohe Qualität für Transparentpapier hergestellt werden. Reflex bietet das Papier in unterschiedlichen Qualitäten, Grammaturen und Farben an. Etikettenpapiere und opake Papiere für grafische und künstlerische Bereiche produziert man auf der PM 3; auf Wunsch auch mit Wasserzeichen und Filzmarkierungen. Zu den gängigen Marken zählen Zeta, Gohrsmühle, da capo und durex. Die PM 1 eignet sich bei technischen Papieren für spezielle Anwendungen. Als Beispiel dient das Basispapier für „Elefantenhaut“ und Krepppapiere. Das Krepppapier erhalte während der Produktion durch Stauchung der noch nassen Papierbahn feine Falten und soll dadurch dehnfähig werden. Reflex erreiche bei diesem hochgekreppten Papier eine Dehnung von bis zu 55 Prozent in den Gewichten 60 g/qm bis 100 g/qm. Seit der Neustrukturierung vor rund 14 Monaten stockte Reflex seinen Personalstamm um rund 50 Prozent auf. Die Bereiche Ausrüstung, Papiererzeugung und Vertrieb wurden durch neue Mitarbeiter ergänzt. Dazu sollen Anfang September fünf Auszubildende in den Berufsbildern Papiertechnologe, Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker starten.

Anzeige

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Produkt & Technik

Presstek stellt 34DI mit LED-UV auf der Ipex 2017 vor

Digital integrierte wasserlos druckende Offsetdruckmaschine mit neuer Eco-UV-Technologie

Presstek, LLC, US-amerikanischer Anbieter von digital integrierten Offsetdruckmaschinen, hat eine wasserlos druckende Presstek 34DI Eco UV auf der grafischen Fachmesse Ipex 2017 in Birmingham vorgestellt. Die von Presstek zusammen mit dem englischen Partnerunternehmen Benford entwickelte integrierte LED-UV-Technologie („Eco UV“) der Druckmaschine ist nach Angaben des Herstellers energieeffizient, erzeugt wenig Wärme und kein Ozon. Benford ist Hersteller von UV- und IR-Trocknungsanlagen aus Holmer Green bei London.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Aus Zweifel an den tarif- und arbeitsrechtlichen Bedingungen bei der Herstellung wurden in Dänemark 1.200 Wahlplakate eingestampft. Zurecht?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...