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Ryobi: Weiterentwicklungen für UV-Anwender, Verpackungsdrucker und Druckveredler

Was zeigt der japanische Druckmaschinen-Hersteller auf der Drupa 2012 (Halle 17, Stände C01-1, C01-2)?
 

Die Abbildung zeigt eine Ryobi aus der Serie 1050 mit UV-Inline-Casting- und Foiling-Werk. 

Den Schwerpunkt bei der Drupa will der japanische Druckmaschinenhersteller Ryobi auf die Themen Produktivität, Veredelung und Umwelt legen. Dafür werden einige Maschinen aus dem Portfolio des Herstellers mit neuen Anwendungen und neuartigen Veredelungs-Technologien zu sehen sein.

Im A3-Formatbereich präsentiert Ryobi mit der 520GX-Serie eine Fünffarben-Maschine mit Inline-Lackierwerk und Trocknern, auf der attraktive Druckmuster entstehen. Die 520GX ist mit bis zu sechs Druckwerken verfügbar und kann – je nach Anspruch – verschiedene benutzeroptimierte Maschinenkonstellationen und Automatisierungsgrade aufweisen. Ab der VierfarbKonfiguration ist die 520GX auch mit Wendung lieferbar.

Auf der Drupa 2008 stellte Ryobi als erster Hersteller einen LED-UV-Trockner integriert in eine Bogenoffsetdruckmaschine aus. Damals wurde das System mit einer speziell angepassten Druckfarbe aus japanischer Produktion betrieben. Inzwischen hat auch der Hannoveraner Druckfarbenspezialist Jänecke+Schneemann eine solches Farbsystem im Portfolio. 

Ryobi zeigt nun auf der Drupa 2012 einen weiterentwickelten LED-UV-Trockner, der sowohl den Druck auf Karton, auf Folie als auch den Druck mit Lack ermöglicht. Darüber hinaus sind über den deutschen Generalimporteur für Ryobi-Druckmaschinen in Deutschland – die C.Illies & Co. (GmbH & Co.) KG, Geschäftsbereich Illies Graphik – auch Hybridlösungen verfügbar. Dabei handelt es sich um UV-Trockner mit geringerem Energieverbrauch, die ebenso mit hochreaktiven Farben arbeiten wie die LED-UV-Trockner, die Ryobi anbietet. Der Aussteller demonstriert die LED-UV-Trocknung auf der Drupa in Verbindung mit einer Achtfarben Ryobi 928 P mit Wendung. Ein anspruchsvoller 16-Seiten-Job wird in einem Durchgang gedruckt und soll sofort in die Weiterverarbeitung gehen.

Die Baureihe Ryobi 920 mit zwei bis zu zehn Druckwerken ist besonders geeignet für den Druck aller Formate der DIN-A-Reihe bis zu DIN A1 und damit passend für den Druck von acht Seiten DIN A4 auf dem Standard-Bogenformat 63 x 88 cm mit einer Geschwindigkeit von 16.200 Bogen/h. Auch wenn in Deutschland im Gegensatz zum 3B-Format (Bereich 70 x 100 cm) noch nicht so verbreitet, so lassen sich doch mit dem Bogenformat 63 x 88 cm bis zu 90 Prozent aller Akzidenzaufträge produzieren. Ryobi hat ausgerechnet, das sich mit Druckmaschinen im Format 63 x 88 cm (hier einer Ryobi 925 mit fünf Druckwerken, Lackturm, Auslageverlängerung und IR-Trockner) im Vergleich zu einer gleich ausgestatteten B1-Maschine (etwa 74 x 105 cm) bei Doppelschichtbetrieb und unter Zugrundelegung eines bestimmten Auftragsvolumens und Plattenbedarfs rund 127.000 Euro pro Jahr einsparen lassen sollen. (Basis: Leasingvertrag über sieben Jahre).

Die Ryobi-750-Serie wartet mit einer Vielzahl von Weiterentwicklungen auf. Auf der Drupa wird das Maschinenmodell als Fünffarben-Maschine, mit verstellbaren Transferzylindern und Inline-Lackierwerk, gezeigt. Darüber hinaus wird erstmals der neue LED-UV-Trockner für Lackanwendungen sowie ein LED-UV-Zwischendecktrockner demonstriert. Auf der Drupa sollen sowohl Drip-off-Lackierungen als auch der Druck von 3-D-Bildern auf Plastik produziert werden.

Vor vier Jahren – Drupa 2008 – kündigte Ryobi mit der 1050-Baureihe den Einstieg in das B1-Format an. Mittlerweile ist die 1050-Baureihe im Markt eingeführt und so zeigt der Aussteller diesmal eine 1050-Einfarben-Maschine mit UV-Inline-Casting- und Foiling-Werk. Mit dem Inline-UV-Casting- und Foiling-Werk lassen sich im Rahmen der Inline-Veredelung holografische Effekte erzeugen und Kaltfolien auf Papier und Karton transferieren. Zum Beispiel Euro-Geldscheine sind mit holografischen Sicherheitselementen ausgestattet. Das Zusammenspiel von Licht und Schatten durch Überlagerung mehrerer Lichtwellen generiert Farb-, Bewegungs- und Tiefeneffekte. Hologramme sollen Geldscheine, Pässe und Kreditkarten gegen Fälschungen sichern. Entsprechende staatliche Aufträge werden von Spezialdruckereien abgewickelt.
Mit dem Inline-UV-Casting wurde nun ein Verfahren entwickelt, das es Akzidenz- und besonders Verpackungsdruckern ermöglichen soll, holografische Gestaltungs- und Sicherheitselemente auf gängige Aufträge zu transferieren. Kosmetik-, Confiserie- und ähnliche exklusive Verpackungen, mit Hologrammen veredelt, steigern den Wert der Verpackungsinhalte und schützen vor Produkt-Piraterie. Exquisite Etiketten lassen sich ebenso mit Hologrammen veredeln, und Hologramme werden auch auf Wertpapiere gedruckt. 

Als Produktionsmaschinen dient die Ryobi-Baureihe 750 (60 x 78,8 cm) und seit der Ipex 2010 die Ryobi-Baureihe 1050 (78 x 108,5 cm), jeweils mit bis zu fünf oder sechs Standard-Druckwerken, einem Lackturm, dem Inline-UV-Casting- und Foiling-Werk mit UV-Trockeneinheit und der Auslageverlängerung, ebenfalls mit UV-Trockner. Die UV-Trockensysteme lassen sich je nach Bedarf im Foiling-Werk oder in der Auslageverlängerung installieren; die Wechselzeit beträgt nach Herstellerangaben maximal drei Minuten. Bei der Produktion werden zunächst die CMYK-Farben und eventuelle Sonderfarben gedruckt. Im Lackturm wird ein UV-Lack flächig oder über eine Spotlackplatte auf das Drucksubstrat aufgetragen. Auf der Drupa zeigt Ryobi den Druck von Sicherheitsmerkmalen wie versteckte und Mikro-Texte sowie den Druck auf Folien mit 3-D-Effekt.

Eine Besonderheit, die über das Inline-Casting- und Foiling-Werk produziert werden kann, ist ein kratzfester Mattfolieneffekt. Normalerweise werden Mattfolieneffekte über eine Kaschierung hergestellt. Der Nachteil hierbei ist, dass der Matteffekt nicht kratzfest ist. Über das Inline-Casting-Werk kann nun ein Mattfolienfilm aufgetragen werden, der kratzfest ist und dem Produkt darüber hinaus eine besonders hochwertige Haptik verleiht. Dies ist besonders für hochwertige Veredelungen interessant.

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