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Sauer: Duraprint-Walzen mit glatter und homogener Oberfläche

Farbwalzen für den Betrieb im UV-, Mix-, Endlos- und konventionellen Offsetdruck – Hersteller auch auf den UV Days 2017 bei IST Metz vertreten
 

Duraprint-Walzen in einem Druckwerk.

Vor rund vier Jahren kam Sauer Walzenfabriken mit ihrem neuen Produkt Duraprint auf den Markt. Inzwischen produzieren 33 Druckhäuser in ganz Europa mit Duraprint-Druckwalzen im UV-Druck, davon allein 22 im Mixbetrieb. Sauer ist auch auf den diesjährigen UV Days der Firma IST Metz GmbH präsent (15. bis 18. Mai in Nürtingen).

Die Duraprint-Walze basiert auf einem homogenen Elastomer-Werkstoff und kann sowohl im UV-, Mix- als auch im konventionellen Bogenoffset- und Endlosdruck aller gängigen Maschinen eingesetzt werden, wie der Hersteller betont.

Der Elastomer-Werkstoff und die glatte und homogene Oberfläche der Walze sollen zu einer merklichen Verbesserung des Druckbildes führen. Sauer hatte Tests bei einem der großen Maschinenhersteller durchgeführt. Dabei habe sich gezeigt, dass sich die Tonwertspreizung bei einem vergleichenden Einsatz von herkömmlichen Gummiwalzen und Duraprint signifikant unterscheidet. Um nun eine sachliche, vergleichende Bewertung zu gewährleisten, wurde dieselbe Testform bei gleicher Farbe und gleichen Gummitüchern gedruckt. Dabei zeigten sich bei der herkömmlichen Gummiwalze inhomogene Rasterpunkte mit geringer Randschärfe, wie weiter berichtet wird. Die Duraprint-Walze habe hingegen randscharfe und homogene Rasterpunkte erzeugen können.

Die Aussagekraft eines zeitlich begrenzten Testverfahren ist allerdings beschränkt. Was wirklich zählt, ist der Einsatz in der täglichen Druckpraxis und hier auch die Prüfung des Quellverhaltens von Duraprint im Vergleich zu Gummiwalzen.

Das bekannte Phänomen speziell im Mixbetrieb: Beim Einsatz von konventionellen Farben, die mit Harzen und Ölen (beispielsweise Silikon-, Mineral-, Kokos-, Soja-, Leinöl) versehen sind, werden Bestandteile aus Gummiwalzen herausgelöst. Daher schrumpfen Gummiwalzen. Die weiteren Verfahren im UV-Betrieb (LE-UV-Verfahren, LED-UV-Verfahren, H-UV-Verfahren) lassen Gummiwalzen wiederum quellen. Gummiwalzen sind nicht dimensionsstabil. Im Mixbetrieb ist es daher extrem schwierig, beim Einsatz von Mixbetriebs-Gummiwalzen die Tonwerte optimal konstant zu halten. Das Quell- und Schrumpfverhalten der „Mix-Gummiwalzen“ macht daher häufiges Nachjustieren unumgänglich.

Im permanenten Mixbetrieb in mehreren Druckhäusern Europas erwies sich die Duraprint-Walze laut Hersteller als sehr dimensionsstabil, was einen nahezu vollständigen Wegfall der zusätzlichen Justage nach sich ziehe. 33 Druckhäuser produzieren mittlerweile mit Duraprint im UV-Druck, davon allein 22 im Mixbetrieb. Die glatte Oberfläche der Walze führe zu einer messbaren Verringerung der Waschzyklen und Waschzeiten. Beim Jobwechsel (vorwiegend von dunkel auf hell) sind bei der herkömmlichen Gummiwalze bis zu vier Waschgänge normal. Da Farben in die homogene Oberfläche von Duraprint nicht eindringen können, sind nur geringe Mengen an Waschmittel nötig. Auch hier gibt es Erfahrungswerte aus mehreren Druckhäusern: Bis zu 80 Prozent weniger Waschmittel und deutliche reduzierte Waschzeiten, betont Sauer Druckwalzen.

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