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Schepers: Digilas Direct jetzt mit Zweistrahltechnik

Erhöhte Laserleistung verteilt auf zwei Strahlen für eine schmelzefreie Erzeugung von feinsten Strukturen auf Tiefdruck- und Prägezylindern
 

Die Abbildung zeigt eine 3-D-Direktprägung (Bild: Schepers).

Mit Digilas Direct bietet Schepers ein Lasersystem für die Direktgravur von Tiefdruck- und Prägezylindern. Die Direktgarvur ermöglicht hohe Qualitäten. Erreicht werden diese Qualitäten unter anderem durch die Schichtgravur von 2D- und 3D-Daten in mehreren Überläufen.

Dem Trend zu ständig steigender Produktivität in der Drucksachenproduktion folgend hat Schepers sich auch die Erhöhung der Produktivität des Digilas Direct bei gleichbleibend hoher Gravurqualität ins Pflichtenheft geschrieben. Im Bereich der Lasergravur für autotypisch hergestellte Oberflächen oder bei Flexo-LAMS setzt der Hersteller auf die Mehrstrahltechnik. Jetzt steht diese auch für den Digilas Direct zur Verfügung.

Die Maschinensteuerung des Digilas Direct, die Digilas Full Control, wird seit zwei Jahren im Flexo-LAMS-Bereich mit 8-Strahl-Technik eingesetzt. Nach einer Weiterentwicklung der Gravursoftware ist es jetzt möglich, mit bis zu acht Strahlen gleichzeitig acht Grauwertstufen in einem Überlauf zu gravieren, wobei jeder Strahl unterschiedliche Daten verarbeiten kann. Mit einem Erweiterungsmodul lässt sich die Zahl der ansteuerbaren Strahlen auf 16 erhöhen. 
Durch diese Entwicklungen, die bereits zum Patent angemeldet sind, ist es möglich, hohe Laserleistungen auf mehrere Strahlen zu verteilen und damit feinste, homogene Strukturen in Kupfer und anderen Oberflächen schmelzefrei zu erzeugen. Dies hat besonders bei 3-D-Strukturen den Vorteil, dass die Konturen der Elemente auch bei hohen Abtragraten keine Abstufungen aufweisen. 
Schon vor der Drupa 2012 wurden die ersten Versuche mit Mehrstrahltechnik durchgeführt. In den letzten Wochen ist es gelungen, dieses Verfahren marktreif weiterzuentwickeln und bereits mehrere Tiefdruckzylinder herzustellen, wie Schepers betont. Dabei sollen mit der Zweistrahltechnik Gravurtiefen von bis zu 30 µm in einem Überlauf erreicht worden sein. Durch den Einsatz dieser Technologie erhöht sich die Gravurgeschwindigkeit des Digilas Direct um rund 100 % im Vergleich zu Systemen, die einstrahlig betrieben werden. Das Lasern der Zylinder erfolgt ohne den Einsatz von Sprühemulsionen und die Verchromung ohne Elektropolieren, so Schepers weiter. Danach wurden die Zylinder gedruckt. Auf Basis der Druckergebnisse ist bereits eine Maschine mit dieser Technik verkauft. Die Auslieferung findet in den nächsten Wochen statt. 
Die Mehrstrahltechnik eignet sich sowohl für die Lasergravur von Tiefdruckformen als auch für die Herstellung von Prägezylindern. Die Arbeiten, die an der Maschinensteuerung durchgeführt wurden, sollen es ermöglichen, weitere Strahlen zum Einsatz zu bringen. Ziel in den nächsten Monaten ist, durch den weiteren Ausbau der Mehrstrahltechnik die Produktivität der Digilas-Direct-Systeme, bei gleichbleibend hoher Gravurqualität, weiter zu erhöhen. Da das Strahlführungssystem des Digilas modular aufgebaut ist, können Maschinen, die schon im Markt sind, durch Software- und Hardwareupdates aufgerüstet werden.

Die Schepers GmbH & Co. KG hat ihren neuen Firmensitz seit 1991 in Vreden bei Münster. Mit rund 25 Mitarbeitern konzentriert sich das Unternehmen speziell auf die Entwicklung und Konstruktion von Laseranlagen für den Tief- und Flexodruck, sowie für den Präge- und Sicherheitsbereich. Bis heute sind weltweit über 165 Digilas-Laseranlagen in 32 verschiedenen Ländern verkauft worden und für die unterschiedlichsten Produktionsbereiche wie Flexo-Platten, Flexo-Sleeves, Tiefdruck, Prägung, Textilschablonen und Keramik-/Gummidirektgravur in 3D, mittels Faserlaser im Einsatz. Die Standard-Leistungen für den Faserlaser reichen von 50-600 Watt, bei Bedarf auch höher.

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