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Schmidt Printmedien: Rapida 106 statt Rapida 105

Neue Fünffarben-Maschine mit Lack von KBA soll Produktivitätsreserven schaffen
 

Drucker Christoph Presche, Geschäftsführer Frank Beltempo und Betriebsleiter Gerhard Csellner von Schmidt Printmedien mit Holger Eitel von KBA-Deutschland an der neuen Rapida 106 (v.l.).

Ein noch sehr junges Druck- und Medienunternehmen hat sich für eine Ersatzinvestition entschieden. Schmidt Printmedien im hessischen Ginsheim-Gustavsburg, erst vor zwei Jahren neu an den Start gegangen, hat in eine neue KBA-Fünffarben-Rapida 106 mit Lackausstattung investiert. Die neue ersetzt eine Rapida 105.

Im Jahr 2012 hatte Schmidt Printmedien Kundenstamm, Ausrüstung und 20 Mitarbeiter vom Vorgängerunternehmen übernommen. Lediglich rund 20 Prozent des Umsatzes kommen aus dem Umfeld des Drucks, die übrigen rund 80 Prozent können dem Bereich Dienstleistungen zugeordnet werden. Dazu gehören Printentwicklung, Produktionsbegleitung, Werbemittel und Logistik.

Die Investition in eine neue Fünffarben-Rapida 106 mit Lackausstattung dokumentiert die bislang genommene Aufwärtsentwicklung des Medienhauses. Obwohl die vorhandene Sechsfarben-Rapida 105 trotz ihres Alters noch gut lief, entschied sich das Unternehmen für eine Neuinvestition. Ziele waren die Schaffung von Produktivitätsreserven und die Verbesserung der internen Kostenstrukturen. Zur Erfüllung dieser Anfoderungen wurde ein Komplettpaket für Ausstattung, Wartung, Service und Maschinenbedienung dazugeordert. 

Eine High-Speed-Anlage mit bis zu 20.000 Bogen/h Leistung war zwar nicht unbedingt erforderlich, verfügen sollte die Neue aber über eine Inline-Farbregelung und eine umfassende Automatisierung für die Einmann-Bedienung. „Wir kümmern uns gezielt um Nischenmärkte“, umreißt Geschäftsführer Frank Beltempo seine Strategie. Betriebsleiter Gerhard Csellner ergänzt: „Die Randprodukte anderer sind unser Kerngeschäft.“ Frank Beltempo weiter: „Wenn wir unsere Auftraggeber in Randgebieten gut bedienen, erhalten wir weitere Aufträge. Wir entwickeln die Produkte unserer Kunden mit und lösen so ihre Aufgaben.“

Vom ersten Tag an produziert die Rapida 106 alkoholfrei. Auch die Rapida 105 lief seit 2009 komplett ohne Alkohol. Es gibt messbare Einsparungen beim Verbrauch an Drucktüchern. 

Die Produktivität habe sich laut Csellner um gut 20 Prozent erhöht. Weitere Steigerungen seien möglich und lassen die Umstellung vom Drei- auf den Zweischichtbetrieb in greifbare Nähe kommen. Für Frank Beltempo sei man „24 Stunden für die Kunden da.“ Sogar zwischen Weihnachten und Neujahr werde gearbeitet.

Frank Beltempo und sein Team wollen mit ihrer neuen KBA-Anlage den Umsatz steigern. Daneben soll das Servicegeschäft auf ein Viertel des Gesamtumsatzes gesteigert werden. Um den höheren Output im Drucksaal in der Weiterverarbeitung abfangen zu können, plant Frank Beltempo die Aufstockung um ein bis zwei Mitarbeiter. Zwei Azubis wurden bereits in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen sowie zwei weitere eingestellt.

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