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Sinar: Neue Chips in neuen Digitalrückteilen und digitale Mittelformatkamera

Photokina 2002

Neben dem Sinarback 54, dessen Herz der neue rechteckige Kodak-Sensor KAF-22000 mit 22 Millionen Pixel für großformatige Foto-Anwendungen ist (siehe Publishing Praxis 10/2002), stellt Sinar jetzt das Sinarback 43 mit einer Auflösung von elf Megapixel Auflösung vor. Das Rückteil ist mit dem neuen rechteckigen Sensor von Dalsa ausgestattet, einer Tochter des Chipherstellers Philips. Der Chip besitzt eine Seitenlänge von 4.000 mal 2.672 Pixel bei einer Pixelgröße von neun Mikrometer. Das entspricht dem Kleinbildformat von 24 mal 36 Millimeter. Der Dynamikumfang des Rückteils beträgt elf Blendenstufen, integriert ist auch eine anti-Blooming-Funktion gegen Überblendungen stark leuchtender Motivzonen. Die 43er Variante wird es in zwei Ausführungen geben: als reine 1-Shot-Version sowie als 1-4- und 16-Shot-Version. Das Sinarback 43 ist mit der Aufnahmesoftware Captureshop bestückt. Neben dem Hardware-Antimoiré stehen dem Nutzer die Funkionen Bildüberblendung, Stapelverarbeitung, einbindung der ICC-Profile und die Wahl des Arbeitsfarbraumes zur Verfügung. Neu ist auch der Firewire-Anschluss, der ab jetzt in der gesamten Sinarback-Reihe zum Einsatz kommt.
Zusätzlich präsentierte Sinar auf der Fotomesse die modulare digitale Mittelformat- und Universalkamera Sinar m. Sie ist auf die digitalen Sinar-Rückteile abgestimmt und in die Sinar P3-Fachkamera voll einbindbar. Mit der Kamera lassen sich die Sinaron-Digitalobjektive genauso einsetzen wie bestehende Mittelformat und Kleinbildobjektive. Für die Sensoren in Kleinbildgröße (Sinarback 22, 23 und 43) stehen Spiegelreflexmodule bereit. In Verbindung mit dem neuen Sinarback 54 (22 Megapixel Auflösung) sind laut Sinar auch Mittelformatobjektive für Aufnahmen ohne Brennweitenverlängerung nutzbar. Für das m-System sind Prismen-, Schacht- und Durchsichtsucher vorgesehen. Die Sinar m besitzt ein Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung und lässt sich auch mit Sinaron-Objektiven auf der Sinar P3-Fachkamera als Aufnahmeeinheit aufsetzen. Möglich sind mit der Sinar m Belichtungszeiten von 1/4.000 Sekunde und eine Blitzsynchronzeit von 1/116 Sekunde. Die Funktionen steuert der Fotograf über Einstellräder und Tasten im rechten Griff. Ein Kamera-Display liefert die Angaben zu Blende und beispielsweise Belichtungszeit. Strom erhält das System über integrierte Federkontakte zum angeschlossenen Rückteil oder über Zusatzakkus. Auch ein externes Akku oder ein Netzgerät sind anschließbar. Erste Serienmodelle erwartet Sinar für das Frühjahr 2003.

Sinar http://www.sinarcameras.com

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