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Steigende Nachfrage nach migrationsarmen UV-Druckfarben erfordert Kapazitätsausbau

Druckfarbenhersteller Zeller+Gmelin erreicht so eine Verbesserung der logistischen Prozesse – in Zukunft sind das separate Lagern der Komponenten als auch die getrennte Fertigung von migrationsarmen UV-Druckfarben möglich
 

Die Herstellung gesetzeskonformer Lebensmittelverpackungen setzt die richtige Auswahl der eingesetzten Druckfarben- und Lacksysteme voraus. Die Tabelle zeigt die verschiedenen Migrationsarten bei Druckfarben.

Die Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG hat den Bau einer bereits im Sommer 2011 angekündigten neuen Produktionshalle an seinem Stammsitz in Eislingen/Fils (Kreis Göppingen) fertig gestellt und die Halle eingeweiht. Im Rahmen dessen hatte der Druckfarbenhersteller zu einem speziellen Kundentreffen eingeladen, zu dem Andreas Mahlich, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Zeller+Gmelin, über 140 Gäste begrüßen konnte. Die neue Halle wird die Produktionsfläche um 2000 m2 erweitern und damit die räumlichen Voraussetzungen für eine Trennung der Produktion von nicht-migrationsarmen und dem wachsenden Segment der migrationsarmen UV-Farben zu schaffen. 

Für Zeller+Gmelin stellen migrationsarme Produkte einen Zukunftsmarkt dar, wie Dr. Uwe Dreyer, Bereichsleiter Druckfarben, erläuterte. Ein wesentlicher Grund seien die vielfältigen Forderungen seitens Politik und Gesetzgeber nach sicheren Verpackungen im Lebensmittelbereich. Zur Verdeutlichung ging er beispielhaft auf die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Auftrag gegebene Studie zum „Ausmaß der Migration von Druckfarbenbestandteilen aus Verpackungsmaterialien in Lebensmittel“ ein. Demnach wird der Bedarf an migrationsarmen Produkten in allen Segmenten des Verpackungsdrucks weiter stark zunehmen.

Auf die Anforderungen des anspruchsvollen Verpackungsmarktes für Lebensmittel hat die Firma Zeller+Gmelin in der Vergangenheit bereits mit dem Aufbau eines eigenen Analytik-Centers reagiert. Mit der Produktionserweiterung ermöglicht das Unternehmen im Kern eine Verbesserung der logistischen Prozesse. Das erlaubt in Zukunft sowohl das separate Lagern der Komponenten als auch die getrennte Fertigung von migrationsarmen UV-Druckfarben. Diese Farbserien stellen in Eislingen inzwischen fast ein Viertel des Produktionsvolumens dar, während der Anteil im Jahr 2006 noch unter 3% lag.

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