Weiterempfehlen Drucken

TU Darmstadt und Heidelberg: Gemeinsame Forschungsplattform bis 2012 verlängert

Funktionales Drucken: Neue Print-Applikationen für innovative Druckprodukte umgesetzt

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) und das Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren (IDD) an der Technischen Universität Darmstadt verlängern ihre gemeinsame Forschungsplattform bis 2012. Seit 2007 arbeiten die beiden Partner an dem Entwicklungsprojekt zum Thema „Funktionales Drucken“. Primäres Ziel ist die Entwicklung neuer Anwendungen für die Printmedien-Industrie. Es sollen neue Veredelungstechnologien entwickelt werden, mit denen sich Druckereien und vor allem auch die Verpackungsdrucker stärker differenzieren können. Dabei sind mit „funktional“ generell Eigenschaften gemeint, die das Printmedium aufwerten, wie etwa neue, dekorative und visuelle, als auch elektrisch beziehungsweise elektronisch funktionale Merkmale.
Die ersten drei Jahre der Zusammenarbeit sind mit Vorentwicklungen zu neuen dekorativen Elementen und einfachen Anzeige-Elementen, den sogenannten Demonstratoren, abgeschlossen worden. Beispiele dafür sind Anzeigeelemente basierend auf Elektrolumineszenz oder thermochromen Farben, die für Spezialeffekte auf Verpackungen anwendbar sind. So wurde beispielsweise ein Displayaufsteller mit Lichteffekten für den Einsatz am Point of Sale entwickelt.
Die momentanen Forschungsarbeiten widmen sich der weiteren Umsetzung von Anwendungen für die Printmedien-Industrie. Erste Beispiele werden von beiden Partnern als erfolgversprechend eingestuft, wie etwa neuartige Möglichkeiten der „Veredelung“ durch neue Lackeffekte mit Strukturlack oder optische Spezialeffekte im 3D-Bereich.
Heidelberg stellt für das Kooperationsprojekt die entsprechende Drucktechnologie bereit - eine Rollendruckmaschine Gallus RCS 330-HD. Die Druckmaschine ist für Entwicklungszwecke zugeschnitten und entsprechend konfiguriert. Sie verfügt über vier Druckstationen und vier Druckverfahren - Flexo-, Sieb-, Offset- und Tiefdruck. Die Druckwerke der einzelnen Verfahren sind separate Module, die in jeder Position der Druckstationen betrieben werden können. Die Verfahrensreihenfolge ist also frei konfigurierbar und kann damit bei neuen Anwendungen einer Vielzahl von Erfordernissen angepasst werden. Zwischen den einzelnen Druckstationen ist Platz für weiteres Equipment, wie Trockner oder spezielle Messtechnik. Die Anwendungen, die auf dieser modularen Plattform entwickelt werden, sollen dann in den Bereich der Bogendruckmaschinen von Heidelberg transferiert werden, wie Dr. Martin Schmitt-Lewen, Projektleiter bei Heidelberg für das Kooperationsprojekt mit dem IDD, berichtet.
Weitere Anwendungen sind außerhalb des Printmedienbereichs möglich. Das betrifft insbesondere das aufstrebende Gebiet der organischen Elektronik. Dieses Thema wird von Heidelberg in einem weiteren Forschungsprojekt ebenfalls zusammen mit dem IDD als Partner bearbeitet. Dahinter steht ein größerer Forschungsverbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) öffentlich gefördert wird. Die Rolle von Heidelberg in Kooperation mit dem IDD ist dabei anwendungsübergreifend als Querschnittsaufgabe definiert und umfasst unter anderem die Entwicklung von (Druck-)Verfahren für dünne Schichten.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Produkt & Technik

Neuartige Kombilösungen für Pharma-Verpackungen

Pharma-Verpackungsspezialist August Faller Gruppe stellt Pharma Compliance Pack und Leporello-Etikett vor

Vor dem Hintergrund eines steigenden Bedarfs an mehrseitigen Etiketten mit viel Raum für Informationen und des Kundenwunsches nach geführter Medikation bietet die August Faller Gruppe (Waldkirch, Nürnberg) jetzt zwei neuartige Produkte an: Die Verpackungslösung Pharma Compliance Pack soll die exakte Medikamenteneinnahme unterstützen und damit die Therapietreue der Patienten verbessern. Und das fünfseitige Leporello-Etikett ist laut Hersteller die Antwort auf den steigenden Bedarf an Platz für mehr Informationen beispielsweise durch die steigenden Anforderungen der Mehrsprachigkeit und neue gesetzliche Richtlinien zur Textgestaltung und Lesbarkeit.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Deutliche Passerprobleme und Streifenbildungen bei den Druckmustern von Landa.

Landa: viel Show um Nichts?

Wie bereits 2012 glänzt Landa Digital Printing auch auf der Drupa 2016 mit einer fulminanten Show. Die Ankündigungen, dass die Nanografie qualitativ neue Maßstäbe setzen würde, hält aber keiner ernsthaften Betrachtung Stand. An keinem der von uns besuchten Drupa-Stände haben wir schwächere Druckmuster gesehen als bei Landa.
mehr

Zukunft des Digitalen ist Print

17 neue Internetseiten gehen in jeder Sekunde online und auf jeder von Ihnen werden riesige Mengen Content veröffentlicht. Ohne Zweifel: das World Wide Web und die Entwicklung der mobilen Devices haben das Mediennutzungsverhalten grundlegend verändert und die klassischen Medien in Bedrängnis gebracht. Und trotzdem liegt die Zukunft des Digitalen im gedruckten Produkt, ist sich Andrew Davis sicher.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die zehn schönsten Malbücher für Erwachsene

Malbücher für Erwachsene erobern derzeit weltweit die Bestseller-Listen. Spätestens nach dem Erfolg des Malbuchs "Mein verzauberter Garten"der Schottin Johanna Basford war der Trend bei Erwachsenen angekommen, die auf der Suche nach Entspannung nach dem Buntstift greifen. In unserem Ranking haben wir die zehn für uns schönsten Malbücher zusammengestellt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Veranstaltet Ihr Unternehmen eine Mitarbeiter-Weihnachtsfeier?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...