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Tiefdruck: Graviermaschine erhält „Verjüngungskur“

Helio-Klischograph K500 im Tiefdruck-Labor der Hochschule der Medien (HDM) in Stuttgart wird „geliftet“
 

Nach geglückter Installation und Testgravur des Cell-Eye am K500 der HDM. Matthias Galus von der HDM Stuttgart (links) und Kurt Conrad (rechts) von Hell Gravure Systems Kiel.

Für die „Verjüngungskur“ stellt die Firma Hell Gravure Systems „Cell-Eye“ zur Verfügung. So sollen sich die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der elektromechanischen Gravur nochmals deutlich verbessern lassen.

Was besagt das Cell-Eye-Verfahren für die Graviermaschine K500? Es basiert auf der Volumenmessung von Gravurnäpfchen. Das Volumen eines Näpfchens bestimmt die Farbintensität im Tiefdruck. Bisher wurde zur Kontrolle nur die maximale Breite der Näpfchen gemessen, nun werden die gesamte Form und der reale Stichelwinkel berücksichtigt. „Mit der Messung des realen Volumens der gravierten Näpfchen erhöht sich die Reproduzierbarkeit der Gravur beträchtlich. Das spart Makulatur beim Druck“, berichtet Armin Weichmann, Professor für Tiefdrucktechnologie an der HDM. „So können jetzt Zylinder nach den modernen Standards elektromechanisch graviert werden. Das passt hervorragend zur neuen Tiefdruckmaschine der HDM, die gerade in Betrieb genommen wird“, freut sich Weichmann.

Für knapp 1 Mio. Euro hat die HDM nach einer europaweiten Ausschreibung eine komplett ausgestattete Tiefdruckrotation erworben. Ab Herbst 2012 soll die Rotomec MW60 in Lehre und Forschung eingesetzt werden. Die neue Verpackungstiefdruckmaschine der Firma Bobst (Rotomec gehört zu Bobst) ersetzt die vorhandene MAN-Maschine von 1955. Das neue Schmuckstück hat vier Druckwerke, eine Bahnbreite von 62 cm und kann mit bis zu 300 m/min (5 m/s) schnell drucken. Die bedruckten Rollen können wieder eingesetzt und in einem zweiten Durchgang erneut registergenau bedruckt werden. Somit ist die Bahn beidseitig oder aber mit mehr als vier Farben auf einer Seite bedruckbar.

Die HDM verfügt europaweit als einzige Hochschule über eine moderne Tiefdrucklinie von der Druckvorstufe bis zum Endprodukt für Lehre und Forschung. „Cell-Eye“ ist dabei ein wichtiger Baustein im Workflow.

Mit der neuen Technologie arbeiten künftig rund 120 Studierende pro Semester sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang. In Produktionspraktika, technologischen Übungen oder aufgabenbezogenen Projekten bauen sie ihr Praxiswissen aus. Darüber hinaus werden die Anlagen in externen Seminaren genutzt.

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