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Trillium: Xeikon präsentiert seine neue Drucktechnologie

Prototyp des Flüssigtoner-Drucksystems wird auf der Drupa präsentiert
 

Xeikon präsentiert auf der Drupa seine neue Drucktechnologie Trillium mit einem Druckmaschinen-Prototypen, der mit einer Leistung von 60 m/min druckt. Bis zum Verkaufsstart soll die Maschine aber doppelt so schnell produzieren können.

Was bisher nur unter dem Projektnamen Quantum bekannt war, wurde nun auf der Drupa offiziell enthüllt: Trillium ist Xeikons neue Drucktechnologie, die die Vorteile von Toner und Inkjet miteinander verbinden soll. Hinter Trillium verbirgt sich eine Bebilderungstechnologie auf Flüssigtoner-Basis. Ein erster Prototyp der neuen Maschinen produziert auf dem Drupastand von Xeikon mit einer Leistung von 60 m/min. 

Nach Angaben von Xeikon handelt es sich bei Trillium um eine kolloidale (gelartige) Toner-Suspension in einem Weißöl als Trägerflüssigkeit, die Tonerpartikel von nur 2 μm Größe ermöglicht. Diese seien damit bis zu vier Mal kleiner als in der trockenen Form. Dieser hochviskose Toner (High Viscosity Toner, kurz HVT) soll höhere Produktionsgeschwindigkeiten bei einem niedrigeren Tonerverbrauch und geringeren Produktionskosten ermöglichen. 

Da es sich bei Trillium um eine tonerbasierte und wasserlose Technologie ohne flüchtige organische Verbindungen (VOC) handelt, erlaubt sie auch das Bedrucken von unbehandelten Substraten, erklärte Wim Maes, CEO von Xeikon auf der Drupa. Zudem sei sie zu den bestehenden Papier-Recyclingtechnologien kompatibel und sei in Bezug auf die Zusammensetzung des Toners nachhaltig. Da sich zudem eine mittlere bis hohe Deckkraft bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten erreichen lasse, sollen sich die Drucksysteme besonders für Direktmarketing- und Akzidenzdruck-Anwendungen eignen. 

Trillium umfasst sechs Schritte    

 
 

Wim Maes, CEO von Xeikon, hat auf der Drupa die neue Drucktechnologie Trillium vorgestellt.

Das neue Druckverfahren umfasst nach Angaben von Xeikon sechs Schritte: Aufladen, Belichten/Löschen, Entwickeln/Reinigen, Zwischenübertragung, Substratübertragung und die Fixierung des Toners. Die Partikel werden nicht bei der Herstellung geladen, sondern erst kurz vor dem Drucken. Im Gegensatz zum kombinierten Schritt anderer Technologien beinhaltet Trillium sowohl einen Übertragungs- als auch einen separaten Schmelzprozess. Damit sei ein modulares Maschinenkonzept sowie eine Erhöhung der Geschwindigkeit realisierbar, so Xeikon.

Der auf der Drupa live präsentierte Druckmaschinen-Prototyp der Trillium-Technologie ist ein Rollendrucksystem, das mit 60 m/min läuft. Wie Wim Maes betonte, werden die Maschinen bis zur Marktreife aber die doppelte Geschwindigkeit von 120 m/min erreichen. Die Auflösung des 20"-Systems (rund 51 cm) liegt bei 1.200 dpi. Die ersten Trillium-Druckmaschinen sollen, so Maes vier- oder fünffarbig produzieren und auch auf Standard-Offsetpapieren drucken können. Der Verkaufspreis der Systeme werde voraussichtlich zwischen zwei und drei Millionen Euro liegen.

Erst vor 18 Monaten hatte Xeikon die Rechte zur Entwicklung der Flüssigtonertechnologie erworben. Von wem, wurde allerdings nicht verraten.

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