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Versachlichung im Konflikt um die Deinkbarkeit von Digitaldrucken

Absichtserklärung wird unterzeichnet

Die Verbände Ingede und DPDA unterzeichnen im Rahmen der heute beginnenden Hunkeler Innovationdays eine Absichtserklärung, nach der sich beide Verbände verpflichten, bei der Erforschung und Umsetzung der Deinkbarkeit von Inkjetdruckprodukten zusammenzuarbeiten.

Im Rahmen der heute beginnenden Hunkeler Innovationsdays werden die Verbände Ingede (International Association of the Deinking Industry) und DPDA (Digital Print Deinking Alliance) eine Absichtserklärung unterzeichnen, wonach beide Verbände bei der Erforschung und Umsetzung der Deinkbarkeit von Inkjetdruckprodukten zusammenarbeiten werden. Mit „Deinking“ bezeichnet man die Entfernung der Druckfarbe beim Papierrecycling.

Mitglieder der Ingede sind rund 40 Papierfabriken und Forschungsabteilungen von Papierfabriken vor allem aus Europa. Die DPDA (Digital Print Deinking Alliance) ist eine Arbeitsgemeinschaft von Herstellern von Digitaldruckmaschinen, die Inkjet mit wasserbasierenden Tinten einsetzen (HP, Infoprint Solutions, Kodak Versamark und Océ).
 
Dieser Annäherung zwischen den Digitaldruckmaschinenherstellern und der Ingede war eine mit harten Bandagen geführte Auseinandersetzung um die mangelnde Deinkbarkeit von Digitaldrucken vorausgegangen. Während sich Trockentoner-Digitaldrucke durchaus in den bestehenden Papierrecylingprozess einfügen lassen, bereiten Flüssigtoner-Drucke aus HP-Indigo-Maschinen große Probleme. Deshalb werden Druckereiabfälle aus diesen Maschinen von den Ingede-Mitgliedern auch nicht mehr mit für das Deinking bestimmtem Altpapier angenommen. Weil Indigo-Drucke nach den gängigen Deinkingverfahren noch zahlreiche Schmutzpartikel in Form von kleinen Schnipseln aus Flüssigtonerresten zurücklassen, sind diese Druckereiabfälle lediglich für die Produktion von Wellpappenrohstoff geeignet. Diese Maßnahme war notwendig geworden, nachdem im vergangenen Jahr Drucke aus einer HP-Indigo-Maschine in einer deutschen Papierfabrik einen Schaden in Höhe von über 100.000 Euro verursacht hatte.

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