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Weko: Gezielte Konditionierung mit Rotorenauftragssystem

Weitmann & Konrad zeigt Lösungen zur Befeuchtung und Rückbefeuchtung von Bedruckstoffen auf der ICE Europe 2013 (Halle A6, Stand 420)
 

Rotorenauftragssystem von Weko: Durch die schnelle Drehbewegung der Rotoren bildet sich ein gleichmäßiger Strom ganz feiner Mikrotröpfchen. 

Bei der Veredelung, wie Beschichtung und Kaschierung bahnförmiger Materialien werden auf die Substrate lösungsmittelhaltige, wässrige oder auch UV-vernetzende Substanzen aufgetragen. Jedes dieser Systeme bietet eigene Vor-, aber auch Nachteile. Aufgrund der gesundheitlichen Unbedenklichkeit werden allerdings die wässrigen Systeme heute priorisiert. Allerdings ist häufig eine Trocknung notwendig, verbunden mit hohem Energieaufwand und Auswirkungen auf die eingesetzten Materialien. Hauptsächlich bei Papieren und Karton sind Curl (Wellenbildung), statische Aufladungen und reduzierte Bruchlast zu nennen. Mit einem Rotorenauftragssystem lassen sich einige der erwähnten Nachteile umgehen, denn sie sorgen für eine gezielte Konditionierung durch Rückfeuchtung der Bedruckstoffe nach Trocknungsvorgängen sowie beim Veredeln, Beschichten und Imprägnieren. Es können damit die Laufeigenschaften der Bedruckstoffbahnen, die Planlage, Dimensionsstabilität und Bruchfestigkeit verbessert werden, wie es bei Weko heißt.

Einrichtungen und Anlagen zur Bahnbefeuchtung sind als Dampf-, Walzen- oder Sprühbefeuchter bekannt, jedoch mit spezifischen Vor- und Nachteilen. Kontaktlose Auftragssysteme wie das des Leinfelden-Echterdinger Herstellers Weko, Weitmann & Konrad GmbH & Co KG, können hier Abhilfe schaffen. Selbst bei Geschwindigkeiten von über 1500 m/min wird die Feuchte konstant und gleichmäßig reguliert, so Weko. Der Sprühauftrag erfolgt über schnell drehende Rotoren, die nebeneinander in einem Rotorenträger angeordnet sind. Diese werden von einer Versorgungseinheit kontrolliert und mit Wasser versorgt und sprühen die Flüssigkeit gleichmäßig über die Warenbreite auf die Bahn. Auch zonale Regelungen sind möglich, jedoch auf Grund des präzisen Auftragverhaltens in aller Regel nicht notwendig, vorausgesetzt das Substrat zeigt kein unterschiedliches Feuchteprofil auf. Der Energieaufwand beschränkt sich dabei auf die Förderleistung der Versorgungspumpe sowie auf die Antriebsleistung für die Rotoren, wie Weko weiter betont. Außerdem wird keine zusätzliche Wärme ins Material eingebracht. Durch Verdunstungskälte wird das Material zusätzlich abgekühlt und Energie eingespart, wie es beim Hersteller weiter heißt.

Das System besteht aus einem Versorgungsmodul, einem Steuerungsmodul sowie einem Auftragsmodul. Der Auftrag erfolgt durch spezielle Sprühteller – Rotoren genannt, die nebeneinander in einem Rotorenträger angeordnet sind. Diese werden vom Versorgungsmodul mit der gewünschten Flüssigkeitsmenge versorgt. Durch schnelle Drehbewegung der Rotoren bildet sich ein gleichmäßiger Strom feinster Mikrotröpfchen. Durch Justierblenden wird je Rotor ein definierter Sprühfächer gebildet. Die einzelnen Sprühfächer reihen sich nahtlos aneinander und sorgen für gleichmäßigen Auftrag. Als Einsatzgebiete nennt der Hersteller Konditionierung durch Rückfeuchtung nach Trocknungsvorgängen sowie das Veredeln, Beschichten und Imprägnieren.

Als Neuheit präsentiert Weko auf der ICE die Weiterentwicklung der Rotorenfeuchtung. Hinter der Bezeichnung Sigma verbirgt sich die neue Generation, bei der besonderes Augenmerk auf Zuverlässigkeit, hohe Standzeiten und einfache Wartung gelegt wurde. Geringe Stillstandszeiten und damit Kostenreduzierung bei der Reinigung sollen erzielbar sein. Mit der technischen Lösung, jeden einzelnen Rotor anzutreiben, wird auch ein neues Antriebskonzept vorgestellt.

Das Flow-Versorgungsmodul dient dazu, dem Rotorenträger die für den gewünschten Auftrag notwendige Flüssigkeit zuzuführen. Die frequenzgeregelte Kreiselpumpe fördert die Flüssigkeit aus dem Vorratstank durch die Vorfilterung zum Rotorenträger. Dabei wird die Zuführmenge über ein Durchflussmessgerät entsprechend der Mengeneingabe überwacht und die Drehzahl der Kreiselpumpe geregelt. Die Auftragsmenge wird automatisch an die Maschinengeschwindigkeit angepasst. Vom Rotorenträger nicht ausgesprühte Flüssigkeit wird über einen Rücklauffilter zur Versorgung zurückgeführt, geht folglich nicht verloren, sondern verbleibt im Flüssigkeitskreislauf.

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