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Wie erzeuge ich auch in Auflage 1 echte Metalleffekte im Digitaldruck?

Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG stellt "Digital-Metal"-Veredelungsverfahren auf der Drupa 2012 vor

Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einer im Digital-Metal-Verfahren veredelten Grußkarte der Infowerk AG mit integrierter Personalisierung.

Dass auch Digitaldruckprodukte je nach Anforderung hoch veredelt werden müssen, liegt nahe. Echten Metallglanz auf Papier und Karton bringen die vollflächige Metallbedampfung, die Heißprägung oder der in den Offsetdruck integrierte Kaltfolientransfer. Der Fürther Beschichtungsspezialist Kurz will auf der Drupa 2012 ein weiteres Veredelungsverfahren – Digital Metal – präsentieren, das auf digitale Drucksachen feinsten metallischen Glanz zaubern soll. Dies wurde auf einer Vor-Drupa-Informationsveranstaltung der Print-City deutlich.

Wie entsteht nun der Metalleffekt?: Das gewünschte Design wird laut Kurz mittels Toner oder Flüssigtinte auf das Substrat gedruckt. Danach wird eine speziell für das Verfahren entwickelte Digital-Metal-Folie, die aus metallisierter Lackschicht und PET-Träger besteht, auf das vorgedruckte Material laminiert. Unmittelbar nach der Laminierung zieht man die Trägerfolie ab, wobei die Dekorschicht an den vorgedruckten Stellen auf dem Substrat verbleibt. Anschließend folgt der Digitaldruck sowie bei Bedarf eine Lackierung. Die Digital-Metal-Folie ist in Verbindung mit digitalem Bogen- und Rollendruck gleichermaßen einsetzbar, wie der Hersteller betont. Sie soll mit UV- und konventionellen Digitaldrucktonern überdruckt werden können, wodurch sich eine große Vielfalt an Metallfarben generieren lässt.

Die sauber ablösende Folie soll für filigrane Motive oder feine Aussparungen ebenso geeignet sein wie für große Flächen. Zudem ist sie nicht nur vollflächig, sondern auch gerastert übertragbar. In Verbindung mit der Überdruckung können verschiedenste Halbtoneffekte erzeugt werden. Gegenüber der vollflächigen Metallisierung bietet Digital Metal den Vorteil, dass nur die gewünschten Flächen mit einer Metall-Lackschicht belegt werden. Benötigte Weißflächen, beispielsweise für den Eindruck von Barcodes, entstehen laut Kurz durch Aussparung, eine Weiß-Überdruckung wird überflüssig.

Digital Metal soll unabhängig von der Druckauflage eine wirtschaftliche metallische Dekoration ermöglichen. Da keine Prägeklischees benötigt werden, eignet sich das Verfahren auch für kleine Veredelungsaufträge oder die Erstellung von Mustern und Proofs, beispielsweise für Kaltfolienanwendungen. Jobwechsel erfolgen per Computer, sodass auch individualisierte Elemente wie Nummerierungen oder Personalisierungen per Digital Metal realisiert werden können. Stückzahl eins in echtem Metallglanz soll also möglich sein, wie Kurz betont. Die Digital-Metal-Beschichtung soll gut auf den marktgängigen Tonern haften, die selbst wiederum auf den verschiedensten Bedruckstoffen haften. Dadurch ist Digital Metal für eine große Anzahl von Anwendungen geeignet.

Das Verfahren erweitert das Spektrum der Druckveredelung und bietet neue Möglichkeiten, digital gedruckte Verpackungen, Etiketten, Akzidenzen, Grußkarten oder Fotobücher optisch aufzuwerten. Das neue Verfahren macht es nicht nur möglich, Digitaldrucksachen mit verschiedensten Metallfarben zu versehen, sondern auch mit holografischen Effekten. Neben der Basisfolie Digital Metal hat Kurz die Varianten Digital Diffraction mit diffraktiven (lichtbeugenden) Endlosdesigns und Digital Holo mit kundeneigenen holografischen Streudrucken im Programm. Auf der Drupa soll die Digital-Metal-Anwendung am Kurz-Stand D70 in Halle 3 live zu sehen sein.

 
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