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Wie lässt sich die Energiebilanz im UV-Etikettendruck verbessern?

IST Metz: Neue Produktgeneration des MBS-UV-Systems auf der Labelexpo Europe 2011 präsentiert

Das MBS-6-Aggregat ist als Schnellwechseleinschub konzipiert. Da alle Versorgungsanschlüsse automatisch kuppeln, kann es einfach in die Maschine eingeschoben werden, wie der Hersteller betont.

Mit dem auf der Labelexpo Europe 2011 vorgestellten MBS-6-System soll laut Hersteller IST Metz GmbH (Nürtingen) nur eine Lampenleistung von 120 W/cm notwendig sein, um identische Trocknungsergebnisse wie mit herkömmlichen UV-Aggregaten zu erreichen, die Lampenleistungen bis zu 200 W/cm aufweisen. 

Neben den reinen Leistungsmerkmalen steht heute bei technischen Geräten und Systemen kaum etwas so im Fokus wie das Erreichen einer möglichst hohen Energieeffizienz und einer ausgeglichenen Energiebilanz. Das gilt natürlich auch bei der Etikettenproduktion mit UV-Technologie. Vor diesem Hintergrund ist auch die Vorstellung der neuen Produktgeneration des MBS-UV-Systems von IST Metz zu sehen. Es handelt sich um das MBS-6-System, für das laut Hersteller lediglich eine Lampenleistung von 120 W/cm notwendig sein soll, um identische Trocknungsergebnisse wie mit herkömmlichen UV-Aggregaten zu erreichen, die Lampenleistungen von 200 W/cm aufweisen können. Erreicht wurde das vor allem durch eine Verbesserung der einzelnen Komponenten wie Reflektoren, Lampen und elektronischen Bauteile, die alle im Unternehmen selbst entwickelt und gefertigt werden sowie durch deren Abstimmung aufeinander, so IST Metz.

An einer Beispielrechnung legt der Hersteller dar, wie hoch das Einsparpotenzial ist. Ausgangsbasis ist eine Achtfarben-Druckmaschine, die pro Jahr mit 3000 Produktionsstunden genutzt wird. Die Lampenlänge beträgt 450 mm und der Strompreis wurde mit 0,12 Euro pro kW/h angesetzt. Mit herkömmlicher UV-Technik und einer Lampenleistung von 200 W/cm belaufen sich die jährlichen Stromkosten auf 25920 Euro. Wird die Lampenleistung durch eine Umrüstung auf MBS-6 auf 120 W/cm reduziert, lassen sich die Stromkosten für die UV-Härtung an dieser Drucklinie auf 15552 Euro senken, was ein Einsparpotenzial von 10 368 Euro pro Jahr bedeutet. Dabei bleiben Qualität und Produktivität der UV-Härtung trotz niedrigerer Lampenleistung erhalten, so der Hersteller weiter. 

Ein Faktor sind beispielsweise die neu entwickelten Reflektoren mit URS-Duo-Technologie. Eine Kombination aus speziellen URS- und URS-A-Reflektoren sorgt für einen deutlich höheren Reflexionsgrad als ohne sie, so der Hersteller weiter. Außerdem wurde die Geometrie der Reflektoren mit Hilfe der Raytracing-Technologie auf die Anwendung im Etikettendruck abgestimmt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Reflektoren handelt es sich bei der URS-Serie von um so genannte Kaltlichtspiegel, die mit mehr als 60 verschiedenen Metalloxid-Schichten versehen sind. Sie sorgen mit dafür, dass die IR-Strahlung über die Beschichtung direkt an das luftgekühlte Aluminiumprofil abgeführt wird. Aufgrund des speziell konstruierten Schwenkreflektors verfügt das MBS-6-System über eine kompakte Bauform und ist dadurch auch in Etikettendruckmaschinen integrierbar. Für Wartungsarbeiten sind die Trockner leicht zugänglich. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich laut Hersteller durch die standardmäßige Ausstattung des UV-Systems MBS-6 mit dem elektronischen Vorschaltgerät vom Typ ELC. 

Um Stillstandzeiten an der Druckmaschine zu reduzieren, kann ein kabellosesUV-Lampensystem FLC eingesetzt werden, mit dem die UV-Lampe mit nur einem Handgriff aus dem Lampenaggregat entnommen werden kann. Das ermöglicht einen Lampenwechsel in nur wenigen Sekunden. Das MBS-6-Aggregat ist weiterhin als Schnellwechseleinschub konzipiert.

Das MBS-6-System ist von der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse Branchenverwaltung Druck und Papierverarbeitung (BG ETEM) als besonders energieeffizient eingestuft worden und darf als Folge das Label „energieminimierter UV-Druck“ tragen.

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