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Xeikon: Trillium-Druckmaschinen sollen im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen

Erste Maschine soll bis Ende des Sommers am Hauptsitz installiert werden, danach beginnen die Betatests bei verschiedenen Anwendern
 

Xeikon hat ein Update zu seiner Trillium-Drucktechnologie gegeben. Die Druckmaschinen sind nun – anders als noch auf der Drupa – mit dem für Xeikon typischen vertikalen Druckprozess ausgestattet und sollen im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen.

Nachdem Xeikon auf der Drupa 2012 die neue Flüssigtoner-Drucktechnologie "Trillium" erstmals als Technologiestudie vorgestellt hatte, gibt es nun Neuigkeiten hinsichtlich der Markteinführung: Während am Stammsitz im belgischen Lier gerade eine Demo-Druckmaschine installiert wird, sollen gegen Ende des Jahres bzw. im ersten Quartal 2014 die ersten Betatests bei ausgewählten Anwendern in den Benelux-Ländern starten. Der offizielle Launch ist derzeit für Frühjahr 2014 geplant.

Xeikons Trillium-Drucktechnologie soll laut Hersteller die Lücke zwischen dem hochqualitativen elektrofotografischem Bogendruck und dem Hochgeschwindigkeits-Rollen-Inkjet schließen. Basis der Drucktechnologie ist eine gelartige Toner-Suspension in einem Weißöl als Trägerflüssigkeit, die nach Angaben des Herstellers Tonerpartikel von nur 2 μm Größe ermöglicht – was deutlich kleiner sei als bei Trockentonern. Die Druckwerke sind ähnlich wie ein Anilox-Kurzfarbwerk aufgebaut: So gibt es neben der Rasterwalze, auch eine Farbauftragswalze, statt des Plattenzylinders eine Bebilderungswalze (OPC, organic photo conductor) sowie eine "Zwischenwalze", die dem Gummituchzylinder ähnelt und das Druckbild am Ende mit einem Abstand von nur 5 μm auf die Substratbahn aufbringt. Dank der "Zwischenwalze" gibt es laut Xeikon keine Einschränkungen bei der Substratewahl. Der Toner dringe nicht in die Papierfaser ein, sondern bleibe auf dessen Oberfläche haften.

Das Besondere aber sollen vor allen Dingen die "kurzen Wege" für die Tonerpartikel sein – der Hersteller spricht hier vom "Micro-Gapping", da der Toner beim Übertrag auf das Substrat eine Entfernung von nur 5 μm überwinden muss. Zum Vergleich: beim Inkjetdruck sind es laut Xeikon rund 1.500 μm; beim Trockentoner und niedrigviskosen Flüssigtoner rund 200 μm. Durch den geringen Abstand zum Substrat sollen sich die einzelnen Tonerpartikel nach Aussage des Herstellers exakter platzieren lassen und so für eine höhere Qualität im Druckbild sorgen. Da zudem weniger Tonerpartikel notwendig sind, um beispielsweise die gleiche Anmutung zu erzeugen wie bei einem Trockentoner-Druck, sollen sich zudem die Produktionskosten reduzieren lassen. 

 
 

Die Tonerpartikel müssen bei Xeikons-Trillium-Technologie nur einen Abstand von fünf Mikrometern von der Walze auf das Substrat überwinden. Der Hersteller spricht hier vom "Micro-Gapping".

Anders als noch auf der Drupa fällt derweil das Erscheinungsbild der Trillium-Druckmaschinen aus: Während die einzelnen Drucktürme auf der Drupa noch in Reihe angeordnet waren, so sollen die Maschinen inzwischen über den für Xeikon typischen vertikalen Druckprozess verfügen und somit besonders kompakt sein. Als Duplexmaschine mit zwei Drucktürmen sowie inklusive Abwickler, Fixiereinheit und Aufwickler, soll die Druckmaschine auf eine Länge von 11 m kommen.

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