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Xerox Direct-to-Object: Inkjetdruck auf dreidimensionalen Objekten

Edelstahl-Düsen erlauben den direkten Druck auf Plastik, Metall, Keramik oder Glas
 

Mit dem neuen Direct-to-Object-Inkjetdrucksystem von Xerox sollen sich dreidimensionale Oberflächen aus Glas, Metall, Plastik oder Keramik direkt bedrucken lassen.

Was für die Heidelberger Druckmaschinen AG die Omnifire, ehemals Jetmaster Dimension ist, das ist für Xerox das neue Direct-to-Object-Inkjetdrucksystem, das zur Drupa erstmals vorgestellt wurde. Dank der Edelstahl-Düsen in den Druckköpfen sollen sich mit dem Drucksystem des amerikanischen Herstellers dreidimensionale Oberflächen direkt bedrucken lassen – egal ob in der Größe eines Flaschendeckels oder vom Umfang eines Football-Helms, wie Xerox erklärt. Auch bei den Materialien unterstütze das Inkjetdrucksystem ein breites Spektrum. So kann laut Xerox direkt auf Plastik, Metall, Keramik oder Glas gedruckt werden.

Durch den direkten Druck auf die Objektoberfläche sollen Etiketten künftig überflüssig werden. Wie Brendan Casey, Vice President of Xerox Engineering Services erklärt, werde es mit der Erfindung erstmals möglich, individualisierte Produkte schnell und unkompliziert herzustellen, was in einer Zeit, in der Kunden zunehmend nach personalisierten Angeboten verlangen, wichtig werde. „Stellen Sie sich zum Beispiel einen Sportfan vor, der direkt nach dem Spiel einen personalisierten Ball aus dem Stadion nach Hause bringt. Gleiches gilt, wenn er so etwas auch im Geschäft bekommt – und dabei die Auswahl unter hunderten verschiedenen Artikeln hat, die er personalisieren lassen kann.“

 
 

Der Direct-to-Object-Inkjetdrucker von Xerox wurde erstmals auf der Drupa 2016 in Düsseldorf präsentiert.

Xerox nutzt eigenen Angaben zufolge erweiterte Bildqualitäts-Algorithmen zur Steuerung der mikroskopisch kleinen Düsen, die nicht einmal halb so breit wie ein Haar sein sollen. Die Düsen tragen die Tinte, so Xerox, aus einer Distanz von etwa 6 mm auf dem jeweiligen Objekt auf. Dabei könne das Drucksystem sowohl glatte wie auch raue Oberflächen bedrucken. Leichte Krümmungen sollen dabei ebenso wenig ein Problem sein wie Stufungen. Die Auflösung reicht laut Hersteller von 300 bis 1.200 dpi. Das Direct-to-Object Inkjet-Drucksystem bedrucke bis zu 30 Objekte pro Stunde und lasse sich je nach Produktionsanforderungen entsprechend skalieren.

Die Druckdüsen sind laut Xerox mit den verschiedensten Tintenarten in jeder Zusammensetzung kompatibel – wie etwa lösungsmittel-, wasserbasierte oder UV-Tinte. Sie sollen problemlos bei Temperaturen bis 140°C arbeiten und auch mit anspruchsvollen Spezialtinten zurecht kommen.
 
Einsatzmöglichkeiten für das Xerox Direct-to-Object-Inkjetdrucksystem sieht der Hersteller beispielsweise im Einzelhandel, in dem Online-Anbieter mit Filialbetreibern um die Aufmerksamkeit der Kunden konkurrieren. Aber auch für angestammte Druckdienstleister sollen sich durch den direkten Druck auf dreidimensionalen Oberflächen neue Geschäftsfelder und neue individualisierte Produkte erschließen können. Aber auch im Verpackungsmarkt sieht der Hersteller Potenzial: so könnten Etiketten mitsamt ihrer Produktion und Applikation überflüssig gemacht und personalisierte Verpackungen direkt produziert werden. Die neue Lösung soll sich aufgrund ihrer flexiblen Architektur auch mit einem Förderband ergänzen lassen.
 
Als maßgeschneiderte Lösung wird das Xerox Direct-to-Object Inkjet-Drucksystem auf Anfrage hergestellt, so Xerox. Der Preis beginne in den USA bei 145.000 US-Dollar, variiere aber je nach Konfiguration und Ausstattung. Das neue Inkjetdrucksystem für den Direktdruck auf dreidimensionalen Oberflächen ist – für alle Besucher der Graph Expo (25. bis 28. September 2016) – am Stand Nr. 1625 in Orlando, Florida, USA zu sehen.

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