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Xerox: Plastik-Chips aus dem Drucker

Neue Materialien und halbleitende Tinten erlauben Produktion von Schaltkreisen

Durch die Entwicklung halbleitender Tinten und neuer Materialien hat Xerox einen wichtigen Schritt zur Produktion flexibler, aufrollbarer Fernsehbildschirme und Computerdisplays vollzogen. Das Unternehmen hat im Rahmen der Frühlingskonferenz der "Materials Research Society" in San Francisco eine Tinte vorgestellt, die es erlaubt, halbleitende Bahnen von Transistoren bei niedrigen Temperaturen und in normalem Umgebungsklima auszudrucken. Bislang waren solche druckbaren Schaltungen nur bei hohen Temperaturen und unter besonderen Bedingungen möglich.
Neben der speziellen halbleitenden Tinte ist es dem Xerox Forschungslabor Kanada gelungen, besondere Materialien zu erzeugen, die für den Druck der Leiterbahnen sowie für dielektrische Komponenten benötigt werden. Alle drei Elemente zusammengenommen können nun über Inkjet-Verfahren "ausgedruckt" werden.
Ein wesentlicher Durchbruch gelang den Xerox-Forschern jetzt, als sie es schafften, die neuen Substanzen unempfindlich gegenüber dem Luftsauerstoff zu gestalten. Die Möglichkeit, bei normalen Luftverhältnissen zu drucken, ist für das Gesamtverfahren von entscheidender Bedeutung. Herkömmliche, flüssig-verarbeitbare, organische Halbleiter bauen ihre Leitfähigkeit ab, sobald sie mit Luftsauerstoff in Kontakt kommen. Die nun von Xerox entwickelten polythiophenen Materialien sind nicht nur resistent gegenüber den Umgebungsbedingungen, sie verfügen auch über ein hervorragendes selbst-assemblierendes Verhalten. Die molekularen Eigenschaften dieser Materialien erlauben die Herstellung neuer, strukturell geordneter, halbleitender Nano-Partikel. Diese bilden, aufgelöst in einer Flüssigkeit, eine druckbare Tinte.

Xerox http://www.xerox.com/innovation

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