Weiterempfehlen Drucken

Thermotransfer oder Thermodirekt? So gelingt der perfekte Etikettendruck!

Wer Etiketten professionell im eigenen Haus bedrucken möchte, wird mit einer Reihe schwieriger Fragen konfrontiert. Welches Druckverfahren eignet sich für meine Zwecke am besten? Wo liegen die Unterschiede zwischen Thermodruck, Thermotransferdruck und Thermodirektdruck? Welchen Etikettendrucker schaffe ich an und mit welcher Kombination aus Etiketten- und Farbbandmaterial erreiche ich die besten Ergebnisse?

Das Beschriften von Rollenetiketten oder Leporello-Etikettenware will noch vor dem Kauf des ersten Druckers gut überlegt sein. Verschaffen Sie sich daher jetzt einen Überblick und entscheiden Sie sich für den optimalen Etikettendrucker!

Thermodruck

Unter dem Begriff Thermodruck werden (wie die Silbe "Thermo" schon verrät) alle Verfahren zusammengefasst, die ein Druckbild mit Hilfe von Hitze entstehen lassen. Ein Thermodrucker kann zum Beispiel ein Thermotransferdrucker, ein Thermodirektdrucker, ein Thermosublimationsdrucker oder eine andere Druckmaschine sein, die mit Wärme arbeitet. Da dieser Oberbegriff aus dem Bereich des Etikettendrucks für mehrere Druckverfahren stehen kann, gibt er also keinerlei Auskunft über das konkrete Gerät, dessen Anwendung und das erforderliche Verbrauchsmaterial preis.

Thermodirektdruck

Der Thermodirektdruck ist das einfachste und kostengünstigste Thermodruckverfahren für die Beschriftung individueller Etiketten. Das Innere eines Thermodirektdruckers besteht aus einem Thermodruckkopf und einer thermoempfindlichen Etikettenrolle.

Der Aufdruck wird bei dieser Form des Thermodrucks durch die Einwirkung von Hitze auf das spezielle Etikettenmaterial erzeugt. Kleine Heizelemente (Dots) im Inneren des Druckkopfes liefern die nötige Wärme für den Aufdruck und geben zudem, durch ihre Größe und Anzahl, die Druckauflösung vor. Thermodirektdrucker sind am Markt mit 200 dpi oder 300 dpi Auflösung erhältlich. Die Qualitätsunterschiede beim Druck sind hierbei kaum spürbar. So lassen sich Barcodes sowie kleine Grafiken und Texte, die mit einem 200 dpi Drucker erstellt wurden, ebenso gut lesen und scannen, wie die gedruckten Informationen, die Ihnen ein 300 dpi Gerät liefert.

Die spezielle, thermoempfindliche Etikettenrolle wird im Drucker am Druckkopf vorbei geführt und das Material verfärbt sich an den betreffenden Stellen schwarz. Der Grund für die punktgenaue Verfärbung liegt im Aufbau des Etikettenmaterials: Zunächst wird die oberste Schicht der Rolle als thermosensitiver, chemisch reaktiver Strich (Thermostrich) bezeichnet. Darunter befindet sich ein Primer, welcher eine hohe Auflösungen und eine optimale Druckqualität sichert, sowie die Thermo-Eigenschaften des Thermostriches mit sich bringt. Es folgen das Papier selbst, der wieder ablösbare oder permanent haftende Klebstoff sowie das dünne Trägermaterial, das nach dem Aufkleben entsorgt werden kann.

Nach dem Druck erhalten Sie dank des Zusammenspiels der beschriebenen Komponenten ein konturenscharfes, monochrom einfarbiges Druckbild, welches ohne den Einsatz eines Farbmittels erzeugt wurde.

Anwendungsgebiete für Thermodirektetiketten

Bedruckte Thermodirektetiketten eignen sich zum kurzfristigen Kennzeichnen mit geringen Anforderungen an die Beständigkeit. Je nach verwendetem Etikett fallen die typischen Anwendungsgebiete unterschiedlich aus.

Wählen Sie für Thermodirekt-Anwendungen unbeschichtete Thermo-ECO-Etiketten, wenn Sie eine lebensmittelunbedenkliche Möglichkeit zur Markierung im Einzelhandel suchen. Auch als Adressetiketten, Barcodeetiketten sowie Verpackungsetiketten für Ihren Post- und Warenversand lassen sich diese Labels bestens nutzen. Thermoetiketten mit einer zusätzlichen Top-Coat-Beschichtung, so genannte Thermo-TOP-Etiketten, sind beständiger und somit eine ideale Wahl für AUTO-ID-Anwendungen im Handel, in der Logistik sowie im Lager- und Versandgeschäft.

Vorteile des Thermodirektdrucks

Geringe Anschaffungskosten: Da die Beschriftung im Thermodirektdrucker ohne zusätzliches Farbmittel erstellt wird, ist der Thermodirektdruck ein besonders kostengünstiges Druckverfahren. Alles was Sie für den Druck benötigen, sind zwei Komponenten:

1. Ein preiswerter Thermodirektdrucker: Diesen erhalten Sie von zahlreichen Herstellern am Markt. Selbst namhafte Markengeräte (z.B. Zebra Etikettendrucker), die sich durch eine besonders robuste Bauweise und Langlebigkeit auszeichnen, sind zum günstigen Preis erhältlich. 

2. Eine thermoempfindliche Etikettenrolle mit oder ohne Top-Coat-Beschichtung: Diese erhalten Sie ebenfalls bereits für geringe Beträge bei zahlreichen Online-Anbietern.

Hohe Druckgeschwindigkeit: Da im Gegensatz zum Thermotransferdruck keine Farbe aus dem Farbband ausgeschmolzen werden muss, entsteht das Bild sehr schnell in Sekundenbruchteilen. Die schnelle Bedruckung ist vor allem in der Produktion sowie im Lager- und Logistikbereich von Vorteil, denn gerade hier lautet bekanntlich das Motto: „Zeit ist Geld!“

Energieeffizienz: Für den Färbeprozess des thermoempfindlichen Etikettenmaterials ist nur wenig Energie im Etikettendrucker nötig, da schon geringe Temperaturen ausreichen, um die Oberfläche der Etikettenrolle zu bedrucken. Dies verspricht nicht nur geringe Kosten bei der Etikettenproduktion, sondern schont auch den Druckkopf des Thermodirektdruckers.

Seite 1 | 2 »
Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Weitere News

Bits-to-Dots investiert in eine HP Indigo 20000

Flexible Produktion von Verpackungsmustern in Kleinauflagen soll ausgebaut werden

Mit der Installation einer HP Indigo Press 20000 erweitert die Bits-to-Dots-GmbH & Co. KG im rheinländischen Langenfeld ihre Produktionskapazitäten. Dank der neuen Digitaldruckmaschine sollen die Kunden des Unternehmens künftig von kürzeren Laufzeiten bei der flexiblen Verpackungsproduktion in Kleinauflagen profitieren können. Mit der Investition in die HP Indigo 20000 reagiert Bits-to-Dots auf aktuelle Markttrends.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Rechnen Sie mit einem starken Jahresendgeschäft?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...