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Baden-württembergischer Umweltminister besucht Ribler GmbH

Energiesparende Kaltleimklebetechnik
 

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (links) und Ribler-Geschäftsführer Franz J. Landen.

Über Kaltleim-Bindemaschinen informierte sich der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller bei einem Besuch der Ribler GmbH. Der Stuttgarter Maschinenbauer hat nach eigenen Angaben eine Technik entwickelt, mit der sich Bücher stabiler binden lassen sollen bei äußerst geringem Energieverbrauch. Allerdings lassen laut Ribler-Geschäftsführer Franz J. Landen die Rahmenbedingungen für innovative Entwicklungen zu wünschen übrig.

„Bezogen auf die Firmengröße ist Ribler mit über 30 Patenten weltweit das Unternehmen mit den meisten internationalen Schutzrechten bei Kaltleim-Bindemaschinen“, so Geschäftsführer Franz J. Landen. Besonders stolz ist er dabei auf ein Patent, das er gemeinsam mit dem Chemieriesen BASF angemeldet hat. Kernstück der Ribler-Maschinen ist eine neu entwickelte Kaltleimklebetechnik, die laut Ribler gegenüber dem herkömmlichen Heißleimverfahren mit weniger als einem Tausendstel der Energie auskommt und damit die Umweltbelastungen reduziert. Mit seinen Bindemaschinen war Ribler unter anderem 2006, 2007 und 2008 für den Bundesumweltpreis und 2009 für den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg nominiert. Ehrenamtlich arbeitet  Landen seit langen Jahren im Industrieausschuss der IHK Region Stuttgart mit. Dabei setzt er sich besonders für bessere Rahmen­bedingungen für die Innovationsfinanzierung sowie den Erhalt der Innovations­fähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in Baden-Württemberg ein.
 
Minister Untersteller würdigte die Entwicklungen bei Ribler. „Die innovativen Lösungen der Firma Ribler haben wir daher im Jahr 2009 mit einer Nominierung des Umwelttechnikpreises Baden-Württemberg ausgezeichnet.“ Mit dem Preis helfe die Landesregierung gerade kleinen und mittleren Unternehmen, die notwendige Aufmerksamkeit auf ihre umweltfreundlichen und ressourceneffizienten Produkte zu lenken. „Wir unterstützen die Entwicklung von solch 'grünen' Technologien.“
 
In einer Gesprächsrunde, an der neben Untersteller und Landen auch Dr. Hans-Jürgen Reichardt (IHK Region Stuttgart), Dr. Petra Püchner (Steinbeis-Europa-Zentrum Stuttgart), Dr. Hannes Spieth (Umwelttechnik BW) und Nikolaus Tschenk, MdL (Bündnis 90/Die Grünen) teilnahmen, bemängelte Landen: „Besonders die unsachkundige Technologiebeurteilung der Hausbanken im Rahmen von Anträgen für Innovationsdarlehen macht uns zu schaffen. Ohne dingliche Sicherheiten ist es kaum möglich Darlehen für die Finanzierung und Markteinführung neuer Technologie zu bekommen“. Auch bei der Zusammenarbeit mit öffentlichen Forschungseinrichtungen gebe es noch Verbesserungsbedarf. Kleine Unternehmen würden von den Forschern oft nicht ernst genommen.

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