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Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bei KBA in Würzburg

Strukturwandel der Branche und Bildungsthemen im Mittelpunkt
 
Ilse Aigner bei KBA

Beim Werksrundgang vor der eigenen Digitaldruck-Plattform: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Landtagsabgeordneter Oliver Jörg (3.v.r.) und die KBA-Konzernleitungsmitglieder Christoph Müller (2.v.l.) und Michael Kummert (r.)

Am 25. April besuchten Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, und der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg den Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) in Würzburg. Im Gespräch mit der Konzernleitung stand das inzwischen abgeschlossene Umbauprogramm mit Restrukturierung und strategischer Neuausrichtung auf die Zukunftsmärkte Verpackungs- und Digitaldruck im Mittelpunkt. "Nach erfolgreicher Markteinführung freuen wir uns sehr, die Neuentwicklungen für den digitalen Dekor- und Wellpappendruck Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner präsentieren zu können", so Christoph Müller, Konzernleitungsmitglied für die Sparte Digital & Web Solutions.

Christoph Müller stellte die große Bedeutung hoch qualifizierter und motivierter Mitarbeiter für das technologisch anspruchsvolle, internationale Geschäft heraus. Deshalb investiere KBA neben den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auch erhebliche Mittel in die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses. 2015 haben 77 Schulabgänger eine Fachausbildung im KBA-Konzern begonnen. Mit 13 Prozent lag der Anteil weiblicher Berufsstarter über dem Durchschnitt im Metallgewerbe. Die Ausbildungsquote ist mit über sieben Prozent ebenfalls deutlich höher als bei vielen Industrieunternehmen ähnlicher Größe.

Seit fast 150 Jahren unterhält der Druckmaschinenhersteller eine der heute sehr seltenen staatlich anerkannten Werkberufsschulen in Deutschland. Dank der fundierten Ausbildung in Theorie und Praxis belegen die KBA-Azubis alljährlich hervorragende Plätze bei den IHK-Abschlussprüfungen. Kammersieger und zahlreiche zweite und dritte Plätze sind eher die Regel als die Ausnahme. So kam 2015 der bayerische Landesbeste im Beruf Technischer Modellbauer aus dem Würzburger Druckmaschinenwerk. Mit Blick auf die erforderliche Integration der Asylanten in den Arbeitsmarkt wurden an der Werkberufsschule zwei zusätzliche Ausbildungsplätze eingerichtet. Im Radebeuler KBA-Werk werden zwei Asylbewerber zu Mechatronikern ausgebildet.

Bei der Besichtigung des Würzburger Werkes ließen sich Ilse Aigner und Oliver Jörg die Anlagen für die Präzisionsbearbeitung von Druckmaschinen-Komponenten erläutern. Bei der anschließenden Präsentation der derzeit weltgrößten Inkjet-Rotationen für den digitalen Dekor- und Wellpappendruck konnten sich die Gäste von der Innovationskraft der fränkischen Ingenieure überzeugen. Angesichts immer individuellerer Verpackungen und Kundenwünsche sieht Christoph Müller gute Zukunftsperspektiven im noch jungen Geschäftsfeld Digitaldruck.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zeigte sich beim Rundgang durch das Werk beeindruckt: „Die Druckmaschinenindustrie durchlebt derzeit einen Strukturwandel, den das Traditionsunternehmen Koenig & Bauer gut umsetzt. Die Entwicklung des Unternehmens zeigt, dass vor allem durch Innovationen und Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter die Chancen der Digitalisierung genutzt werden können.“

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