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Beisner Druck bemängelt geringes Kundeninteresse am klimaneutralen Druck

Selbst kostenlose Kundenaktion zur CO2-Kompensation nur mäßig erfolgreich
 

Das mittelständische Unternehmen Beisner Druck hat sich in der Branche einen Namen als umweltorientierter Druckpartner gemacht.

Die für ihr ökologisches Engagement bekannte Bogenoffsetdruckerei Beisner Druck in Buchholz hatte für den Januar 2012 eine Kundenaktion zur freiwilligen CO2 -Kompensation gestartet. Doch entgegen dem allgemeinen Nachhaltigkeitsboom musste die Druckerei feststellen, dass es in Sachen produktionsbedingter Emissionsausgleich noch viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit bei Kunden zu leisten gibt, die den Ausgleich bisher anscheinend noch nicht als notwendig erachten.

Für Beisner Druck ist CO2 -Kompensation ein Zeichen modernen Umweltmanagements. Doch das Unternehmen produzierte nach eigenen Angaben in 2011 lediglich ein bis zwei Prozent der Druckaufträge klimaneutral. Auch die Kundenaktion im Januar, bei der Beisner kostenlos anbot, die produktionsbedingten CO2 -Emissionen durch den Erwerb eines Ausgleichszertifikats aus einem Klimaschutzprojekt zu kompensieren, stieß auf wenig Begeisterung. Zwar hätten alle Kunden das Angebot kostenlos in Anspruch genommen, kaum einer wollte jedoch das entsprechende Logo als Nachweis gegenüber dem Endverbraucher abdrucken ...

Beisner Druck selbst verbuchte die Aktion trotzdem als Erfolg und Ansporn, weiterzumachen, schließlich gehöre der betriebliche Umweltschutz zur Firmenphilosophie, so das Unternehmen. Die ausgeglichenen CO2 -Emissionen beliefen sich im gesamten Aktionsmonat Januar auf 238,6 Tonnen. Wenn man bedenkt, so Beisner, dass ein Deutscher im Jahr im Durchschnitt elf Tonnen CO2  verbraucht, habe Beisner durch die Aktion quasi den Jahresverbrauch von mehr als 200 Mitbürgern ausgeglichen – und die Kosten in Höhe von 3.837,60 Euro netto für die Kompensation komplett für seine Kunden übernommen.

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