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Bestechlicher Einkäufer zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt

Freiheitsstrafen auch für mehrere Druckerei-Chefs und -Angestellte

Im Strafverfahren gegen einen ehemaligen Siemens-Redaktionsleiter, dessen Ehefrau und mehrere Geschäftsführer und Angestellte von Druckereien hat das Oberlandesgericht Nürnberg überwiegend Freiheitsstrafen verhängt.

Die 3. Strafkammer unter dem Vorsitz des Richters Dieter Weidlich verurteilte den Hauptangeklagten „wegen Untreue und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr in 900 Fällen“ zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Damit liegt das Strafmaß unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre und drei Monate gefordert hatte.

Der 58-Jährige soll zwischen 2006 und 2009 überteuerte Rechnungen für Druck- und andere Produktionsdienstleistungen abgerechnet haben. Die Aufschläge seien zwischen dem Printbuyer und den Dienstleistern aufgeteilt worden. Die 46-jährige Ehefrau des Hauptangeklagten wurde zu einer Geldstrafe von 13 000 Euro verurteilt. Auch drei der vier Angeklagten aus den Produktionsunternehmen erhielten Freiheitsstrafen: zweimal je zwei Jahre, einmal ein Jahr und drei Monate – jeweils zur Bewährung ausgesetzt. Der vierte kam mit 4 800 Euro Geldstrafe davon. Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Auch die Urteilsbegründungen liegen noch nicht vor.

Einem Bericht der Nürnberger Nachrichten zufolge war in der Verhandlung, die sich über vier Tage hinzog, letztlich noch von einer veruntreuten Summe von 600 000 Euro die Rede. Siemens klagt gegen die betroffenen Firmen wegen Schadensersatz.

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