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Bobst: Prägefoliendruck im 6er-Format

Großformat-Prägefolientage in Mex (CH) zeigten Lösungen für die wirtschaftliche Offline-Druckveredelung
 

Marco Lideo, Product Sales Director der Geschäftseinheit (BU) Sheet-fed Folding Carton, an der Expertfoil 142.

Die Veredelung von Drucksachen stand im Zentrum der Großformat-Prägefolientage von Bobst im November im schweizerischen Mex. Genau genommen ging es um die Veredelung im 6er-Format, und das mit der weiterentwickelten Prägefoliendruckmaschine Expertfoil 142. Vertreter von 20 europäischen Unternehmen, die ihren Kunden den Prägefoliendruck anbieten, informierten sich vor Ort darüber, in welcher Weise das Platzieren zusätzlicher Produkte auf den Bogen die Rentabilität des Prozesses insbesondere auch bei kleinen Margen steigern kann.

Weiterverarbeitungsbetrieben, die im 6er-Format arbeiten, standen in der Vergangenheit überwiegend nachgerüstete Lösungen für das Folienprägen zur Verfügung. Die Expertfoil 142 gilt nun als vollständige Arbeitsstation, mit der Veredelungs- bzw. Druckverarbeitungsbetriebe Folien im 6er-Format profitabel auftragen können sollen, so der Hersteller. Dafür sollen verschiedene Funktionen des Systems sorgen, wie zum Beispiel eine begehbare Folienstation für ergonomisches Folienhandling, ein vollständig neues Folienrollen-Steuerungssystem für eine gleichmäßigere und besser kontrollierte Folienabwicklung und eine 360°-Plattform auf einer Ebene. Die Andruckkraft von max. 600 t soll tiefe Prägungen auch auf dicksten Materialien ermöglichen. Das ist besonders interessant für Hersteller von Faltschachteln für unter anderem Champagner oder Spirituosen. Die Produktionsgeschwindigkeit von 5.000 Bogen pro Stunde bei einem Format von 1.420 x 1.020 mm (Papier, Pappe oder Wellpappe) ermöglicht einen hohen Output. 

Laut Marco Lideo, Product Sales Director der Bobst-Geschäftseinheit (BU) Sheet-fed Folding Carton, macht es „für Verpackungshersteller oder Drucker, die im 6er-Format drucken, wenig Sinn, ihre Bogen nach dem Druck für den Prägefoliendruck zu zerschneiden.“ Es leuchte ein, dass es kostengünstiger sei, im gesamten Produktionsprozess durchgängig im 6er-Format zu arbeiten. „Exakt das kann bei Aufträgen den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen“, so Lideo. Denn je nach Layout kann eine Maschine wie die Expertfoil 142 im Vergleich zu einer Maschine im 3B-Format pro Bogen praktisch die doppelte Nutzenzahl verarbeiten. 

Bei der Veranstaltung waren auch Partner-Unternehmen wie Hunkeler Systems, Kurz Prägefolien AG, Hinderer+Mühlich GmbH & Co. KG und UEI Falcontec zugegen, die über die neuesten Entwicklungen im Prägefoliendruck insbesondere bei großen Formaten informierten.

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