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Bobst: 2. Beta-Installation der Digitaldrucklösung für Wellpappe bei Schumacher Packaging

Digitaldruckanlage soll noch Ende dieses Monats die Produktion am Standort Ebersdorf aufnehmen
 

Bei der Schumacher Packaging GmbH wird am Standort Ebersdorf gerade die zweite Beta-Installation der Digitaldrucklösung für den Wellpappendruck von Bobst aufgebaut.

Bei der Schumacher Packaging GmbH wird am Standort Ebersdorf derzeit die neue Großformat-Inkjetdrucklösung von Bobst aufgebaut. Nach der Model AG im schweizerischen Weinfelden ist es die zweite Beta-Installation der Digitaldrucklösung für den 4C-Wellpappendruck. Die neue Digitaldruckmaschine erreicht laut Bobst Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 200 m/min bei einer max. Arbeitsbreite von 1,3 m und soll noch Ende des Monats ihren Betrieb aufnehmen.

Wie Björn Schumacher, Geschäftsführer von Schumacher Packaging erklärt, sei man vor allem von den Möglichkeiten beeindruckt, die die Digitaldrucklösung für die Expansion in neue Märkte bieten werde.

Die in der Schweiz konstruierte und hergestellte Druckmaschine basiert auf der Kodak-Stream-Inkjet-Technologie und produziert im digitalen Vierfarbdruck direkt auf Wellpappe. Die Inhalte – Fotos, Grafiken, Codes und Texte – können dabei von Bogen zu Bogen und die Auftragsgrößen zwischen einem Bogen und mehreren tausend Bögen variieren. Die Produktionsgeschwindigkeit des Bobst-Inkjetdrucksystems erreicht laut Hersteller bis zu 200 m/min, bei einer maximalen Arbeitsbreite von 1,3 m. Mögliche Anwendungen umfassen die serielle Fertigung, personalisierte und maßgeschneiderte Verpackungslösungen sowie auch mittlere und kleine Auftragsgrößen herkömmlicher Verpackungen und Displays.

Das in dem Drucksystem eingesetzte Continuous-Inkjet-Verfahren eigne sich besonders für die Wellpappenindustrie, da im Vergleich zu Drop-on-Demand-Inkjetdruckverfahren ein höherer Abstand zum Bogen möglich sei, was wiederum den Druck auf Substrate unterschiedlicher Dicke ermögliche. Zudem sei die Maschine reaktionsschneller, variable Daten sollen schneller gedruckt werden können.

Die Technologie verwendet Tinten auf Wasserbasis, die nahrungsmittelverträglich und umweltfreundlich sind, einsetzbar auf einer Vielzahl an gestrichenen und ungestrichenen Materialien. Die Druckköpfe sind nach Angaben des Herstellers selbstwartend. Wenn sie ausgetauscht werden müssen, sollen sie sich mit geringem Aufwand erneuern und recyceln lassen.

Jean-Pascal Bobst, CEO der Bobst Group: „Die Auswahl an Drucktechnologien, die für Hersteller von Verpackungen aus Wellpappe bisher zur Verfügung stand, bestimmte die Art der Märkte, für die sie anbieten konnten." Die neue Lösung soll diesen Fakt nun grundlegend ändern, "weil eine Druckmaschine allein jetzt einen enormen Bereich an Märkten eröffnet. Hohe Auftragsgrößen an Verpackungen mit variablen Daten sind ebenso möglich wie kleine Auflagen maßgeschneiderte Verpackungen und Displays. Aber auch zahlreiche Möglichkeiten für mittelgroße Aufträge können abgedeckt werden.“

Wer ist die Schumacher Packaging GmbH?

Die Schumacher Packaging GmbH wurde 1948 gegründet betreibt heute insgesamt dreizehn Standorte in Deutschland, Polen und den Niederlanden – der Standort Ebersdorf bei Coburg ist der Stammsitz des Unternehmens und gilt als das zentrale Drehkreuz. Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Schumacher Packaging einen Jahresumsatz von rund 472 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl der Gruppe beträgt derzeit 2.600. Zu den vielen renommierten Referenzkunden zählen Bosch-Siemens Hausgeräte, Lindt, IKEA, BMW, Würth.
 

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