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Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG: Ungewöhnliche Nachwuchswerbung

Kölner Druckerei öffnet ihre Türen für Schülergruppen – OB Roters informiert sich vor Ort
 

Heiko Mazur (2.v.l., Geschäftsführer der Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG): „Wir haben eine Quote von über 75% in der Weiterbeschäftigung unserer Auszubildenden nach der Ausbildung.“ Weiter zu sehen auf dem Bild sind (v.l.) Florian Dal-Molin, Angela Tanski, Kölns OB Jürgen Roters und Seniorchef Günter Mazur (Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG).

Wenn im August 2015 das neue Ausbildungsjahr in Köln startet, dann ist die Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG gut vorbereitet, sie hat ihre neuen Auszubildenden für dieses Jahr bereits gefunden. Dabei geht das Unternehmen im Hinblick auf die Rekrutierung seiner Azubis durchaus auch ungewöhnliche Wege. Regelmäßig öffnet der Geschäftsführer seine Pforten auch für Schülergruppen, um die Arbeit in einer modernen Druckerei zu zeigen und das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Berufsbild und an der Ausbildung zu wecken. Während eines Betriebsbesuches haben sich der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters, und Roswitha Stock, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Köln, die Ausbildungsbedingungen der Druckerei vor Ort angesehen.

In den letzten Jahren hat sich der Ausbildungsmarkt verändert. Konkurrierten noch vor wenigen Jahren viele Bewerber um weniger Stellen, müssen sich nun die Betriebe um Azubis bemühen. Ende Juni waren bei der Kölner Arbeitsagentur noch über 2.700 freie Ausbildungsplätze gemeldet. Demgegenüber standen noch knapp 2.000 suchende Bewerberinnen und Bewerber.

Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln, schätzt die duale Berufsausbildung und sieht aufgrund der Verzahnung von Theorie und Praxis hier auch gute Entwicklungsmöglichkeiten für Abiturienten. Nicht jeder sei für ein Studium geboren und viele kommen mit den großen Mengen an „trockenem Stoff“ an der Universität nicht zurecht, so Rotere. Für solche jungen Menschen sei eine duale Ausbildung vielleicht attraktiver. Die gelungene Kombination aus Praxis und Theorie sieht der OB als erfolgversprechenden Weg, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Für Roswitha Stock (Agentur für Arbeit, Köln) wird die Situation auf dem Ausbildungsmarkt für Bewerber immer besser. Aktuell kommen auf 100 Bewerber 116 Stellen. Diese gute Relation sage aber nichts über die individuelle Situation des Einzelnen. Gerade Schülerinnen und Schüler ohne oder mit schwachem Schulabschluss haben es weiterhin schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Gebraucht würden deshalb mutige Arbeitgeber, die sich trauen, auch schwächeren Schülern eine Chance zu geben und ihnen helfen, das Fundament für das Berufsleben zu legen, so Stock. 

Seit diesem Jahr bietet die Agentur für Arbeit Köln die assistierte Ausbildung an. Sowohl der Ausbildungsbetrieb als auch die Auszubildenden erhalten individuelle Hilfen, um gemeinsam das Ausbildungsziel zu erreichen. Das Unternehmen erhält dabei Hilfe bei Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung sowie Begleitung im Betriebsalltag. 

Die Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG bildet regelmäßig in den Berufen Medientechnologie Druck und Medientechnologie Druckverarbeitung aus. Feste Kriterien bei der Auswahl der Azubis gibt es bei der Häuser KG nicht. Damit sich Bewerber ein realistisches Bild vom Beruf und der Arbeit machen können, wird in der Regel ein einwöchiges Praktikum vereinbart. Hier erleben die Ausbilder die möglichen Azubis im praktischen Tun und können ihre Fähigkeiten besser einschätzen. Gerade für schwächere Kandidaten ergibt sich die Chance, ihre praktischen Fähigkeiten zu zeigen.

Praktikum als Chance

„Wir stellen immer wieder fest, dass es schwierig ist, gutes ausgebildetes Fachpersonal gerade für die Druckverarbeitung zu finden. Aus diesem Grund bilden wir motivierte Nachwuchskräfte gerne aus“, so Heiko Mazur (Geschäftsführer der Buch- und Offsetdruckerei Häuser KG). „Wir haben das Ziel, unseren Auszubildenden nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz anzubieten und diese langfristig an unser Unternehmen zu binden. In den letzten Jahren ist uns das sehr gut gelungen. Wir haben eine Quote von über 75% in der Weiterbeschäftigung unserer Auszubildenden nach der Ausbildung. Wir merken aber auch, dass es immer schwieriger wird, passende Auszubildende zu finden.“

Das Auswahlverfahren bei der Druckerei Häuser wird nicht von Zeugnisnoten bestimmt. Es zählen persönlicher Eindruck und die für den Betrieb notwendigen Qualitäten der Bewerber. Eine Philosophie mit Vorbildcharakter...

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